Denis Diderot

Denis Diderot

Denis Diderot

Denis Diderot (1713-1784). Der Sohn eines Schmieds aus der Stadt Langres wurde von Jesuiten unterrichtet und studierte an der Sorbonne, wo er 1732 als Jurist abschloss. Doch Diderot verlor das Interesse an der Rechtswissenschaft und entschied sich, sich mit Sprachen, Literatur, Philosophie und Mathematik zu beschäftigen. Er entwickelte sich zu einem bedeutenden Philologen, Philosophen und Schriftsteller und war die treibende Kraft hinter der Erstellung der "Encyclopédie" von 1746 bis 1780. In all seinen Werken verbreitete er den Geist der Aufklärung, da er selbst Atheist und Materialist war und Aberglauben sowie religiösen Fanatismus ablehnte. Zusammen mit Voltaire und Rousseau gilt er als einer der wichtigsten französischen Schriftsteller des 18. Jahrhunderts. Seine Romane werden auch im 21. Jahrhundert noch gelesen. Er schrieb zudem Theaterstücke und kritische Essays. Kaiserin Katharina von Russland lud ihn ein, Vorschläge für das russische Bildungssystem zu unterbreiten, was Diderot dazu veranlasste, in den Jahren 1773-74 in St. Petersburg zu verweilen. In seinen späteren Veröffentlichungen befasste er sich auch mit politischen Themen und gilt als einer der geistigen Vorväter der bevorstehenden (französischen) Revolution.

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