Leo Perutz

Leo Perutz

Leo Perutz

Leo Perutz (1882-1957) wurde in Prag als Sohn wohlhabender jüdischer Eltern geboren. Er besuchte deutschsprachige Gymnasien in Prag, Krumau und später Wien, wo sich seine Familie 1901 niederließ. Von 1907 bis 1923 arbeitete er in Versicherungsunternehmen, danach widmete er sich der Literatur. Als Stammgast der berühmten Wiener Literatencafés verkehrte er täglich mit vielen Schriftstellern und Künstlern. In der Zwischenkriegszeit war Perutz ein besonders populärer Autor. Seine Romane erlangten breite Anerkennung, wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und einige für Film und Theater adaptiert: „Die dritte Kugel“ (1915), „Zwischen Neun und Neun“ (1918), „Der Marques de Bolibar“ (1920), „Wohin rollst du, Äpfelchen...?“ (1928), „St. Petri-Schnee“ (1933), „Der schwedische Reiter“ (1936), unter anderen. „Der Meister des Jüngsten Tages“ (1923) erhielt begeisterte Kritiken, wurde jedoch aufgrund seines Detektivplots von Kritikern als gehobene Unterhaltungsliteratur eingestuft. Perutz' Reaktion war bemerkenswert, als Walter Benjamin „Der Meister des Jüngsten Tages“ Reisenden als unterhaltsame Detektivlektüre empfahl: „Ich habe nie einen Detektivroman geschrieben.“ 1938, nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, emigrierte Perutz nach Israel, wo er bis zum Ende seines Lebens lebte. Ab 1950 besuchte er jedoch regelmäßig Österreich. 1953 wurde der Roman „Nachts unter der steinernen Brücke“ veröffentlicht, und 1959, zwei Jahre nach seinem Tod im österreichischen Kurort Bad Ischl, erschien „Leonardo's Judas“. Hilde Spiel schrieb in ihrem Nachruf auf Perutz: „Ein Rest des großen alten Österreichs ist dahingegangen.“ In den 1980er Jahren führte eine radikale Neubewertung seines Werkes durch Kritiker zu einem erneuten Interesse beim Lesepublikum.

  1. Ο Μαιτρ της Δευτέρας Παρουσίας

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  2. Νύχτες Κάτω από την Πέτρινη Γέφυρα

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