Jean - Bertrand Pontalis

Jean - Bertrand Pontalis
Jean-Bertrand Pontalis wurde 1924 in Paris geboren. Als Psychoanalytiker und Mann der Literatur (agrégé in Philosophie, Doktor der Psychologie, Forschungsdirektor an der Nationalen Forschungsstiftung Frankreichs), Essayist und Romanautor, Leiter und Herausgeber von Buchreihen bei Gallimard, war er ein zentraler Mitwirkender bei der Übersetzung von Freuds Werk ins Französische und stand im Mittelpunkt des intellektuellen und psychoanalytischen Lebens in Frankreich über ein halbes Jahrhundert. Als Analysand von Lacan war Pontalis eng mit Merleau-Ponty und Sartre verbunden. Er ist eine zentrale Figur in der Geschichte der französischen psychoanalytischen Bewegung und in den Entwicklungen, die nach dem Bruch mit Lacan zur Gründung der Psychoanalytischen Vereinigung Frankreichs (A.P.F.) im Jahr 1964 führten, wo er als Sekretär und Präsident diente. Die internationale Wirkung seines Werkes ist vor allem dem mittlerweile historischen "Vokabular der Psychoanalyse" (1967), das er zusammen mit Jean Laplanche verfasste, sowie der Veröffentlichung der renommierten "Nouvelle Revue de Psychanalyse" (1970-1994) zu verdanken, die er bis zu ihrem Abschluss leitete. Sein autobiografisches Werk "Liebe zu Anfängen" (Femina-Vacaresco-Preis) wurde in fünf Sprachen übersetzt. Jean-Bertrand Pontalis wurde 2006 mit dem Medicis-Preis für sein Buch "Bruder des Vorherigen" geehrt. Er verstarb am 15. Januar 2013.
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Jean Laplanche, Jean - Bertrand Pontalis
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