
Petros Ampatzoglou
PETROS AMBATZOGLU (1931-2004). Petros Ambatzoglou wurde in Athen geboren, wobei die Familie seines Vaters aus Kırkağaç in Kleinasien und die seiner Mutter aus Istanbul stammt. Die ersten acht Jahre seines Lebens verbrachte er mit seiner Familie in Nea Ionia, und 1939 zog die Familie ins Zentrum von Athen, wo sein Vater sich in verschiedenen Geschäften versuchte (Unterhaltungszentrum, Theater, Silberschmiedekunst), jedoch ohne Erfolg. Während der deutschen Besatzung eröffnete sein Vater ein Übersetzungs- und Schreibbüro. In dieser Zeit war Ambatzoglou aufgrund von Vitaminmangel in Lebensgefahr. 1950 machte er seinen Schulabschluss und wurde nach einer Aufnahmeprüfung bei der Athens-Piraeus Electric Company angestellt, von der er 1966 aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig in den Ruhestand trat. 1964 heiratete er die Architektin Kaiti Papanikolaou. Er arbeitete auch an Texten für die Werbefirma Ergon, und nach seiner Pensionierung zog er mit seiner Frau nach London, wo er den Großteil seines weiteren Lebens verbrachte. 1969 erhielt er ein Stipendium der Ford Foundation, und 1973 besuchte er mit einem Stipendium des International Writing Program der University of Iowa Universitäten in den USA. Sein literarisches Debüt gab er Anfang der 1960er Jahre in den Seiten der Nea Estia, und 1962 veröffentlichte er die Kurzgeschichtensammlung "Mit dem Minotaurus", wobei er sich ausschließlich der Prosa zuwandte, abgesehen von einigen Übersetzungsversuchen in Zeitschriften. 1964 wurde er mit dem Staatspreis für sein Werk "Balance of Terror" ausgezeichnet. Petros Ambatzoglou gehört zu den griechischen Prosaschriftstellern der Nachkriegsgeneration. Ein grundlegendes Merkmal seines Schreibens ist die absolute Dominanz des imaginären Elements und der Assoziation, in dem Maße, dass es sowohl traditionelle Erzählstrukturen als auch jegliche räumlich-zeitliche Kohärenz in der Entwicklung des Mythos auflöst. Weitere biografische Details zu Petros Ambatzoglou finden sich bei Manolis Gialourakis, "Ambatzoglou Petros," Große Enzyklopädie der modernen griechischen Literatur, Athen, Haris Patsis, 1968, und Alexis Ziras, "Petros Ambatzoglou," im Sammelwerk "Nachkriegsprosa: Vom Krieg '40 bis zur Diktatur '67," Bd. B, S. 184-199, Athen, Sokolis, 1988. (Quelle: Archiv der griechischen Schriftsteller, geboren vom 19. Jahrhundert bis 1935, EKEBI). (Foto: Marilena Stafylidou)