Sotiris Patatzis

Sotiris Patatzis

Sotiris Patatzis

Sotiris Patatzis (1914-1991) wurde auf der Insel der Provinz Messini in der Region Messenien geboren. Er verlor seinen Vater im Alter von sechs Jahren und erlebte eine entbehrungsreiche Kindheit. 1932 schloss er die Schule in Kalamata ab und schrieb sich an der juristischen Fakultät der Universität Athen ein. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste er jedoch sein Studium unterbrechen und legte Prüfungen ab, um in die Polizeischule einzutreten. Er diente in Livadeia im Rang eines Sergeanten, desertierte jedoch nach der deutschen Besatzung und schloss sich dem Widerstand an, indem er sich der Organisation E.L.A.S. anschloss. Nach der Befreiung kehrte er nach Athen zurück, wo er bis zu seinem Tod lebte. Er arbeitete mit den Zeitschriften O Tachydromos und Oikogeneia zusammen und war beruflich in der literarischen Übersetzung tätig. Er war Mitglied der Gesellschaft der Dramatiker und der Gesellschaft der Schriftsteller. Er wurde mit dem Nationalen Widerstandspreis (1946 für "Blutige Jahre"), dem Preis des weltweiten Kurzgeschichtenwettbewerbs der New Herald Tribune (1950-1951 für die Kurzgeschichte "Meerjungfrau der Tiefen") und dem Ersten Staatlichen Kurzgeschichtenpreis (1981 für "Ins Chaos") ausgezeichnet. Sotiris Patatzis gehört zur Nachkriegsgeneration der griechischen Prosaautoren. Beginnend mit "Blutige Jahre", einem repräsentativen Beispiel der griechischen Prosa, die sich auf den Nationalen Widerstand konzentriert, und gipfelnd in seinem kreativen Schaffen mit dem Roman "Betrunkene Stadt", widmete er sein gesamtes Werk der Erforschung der Auswirkungen der Ereignisse der deutschen Besatzung und des Bürgerkriegs auf die nachkriegszeitliche soziale Realität in Griechenland. Sein Schreiben ist durch einen stark persönlichen Stil gekennzeichnet, der von subtiler Ironie und einer pessimistischen Sicht auf die Zukunft geprägt ist. Für weitere biografische Details zu Sotiris Patatzis siehe Manolis Gialourakis, "Patatzis Sotiris," Große Enzyklopädie der modernen griechischen Literatur 11. Athen, Haris Patsis, o.J., Alex Ziras, "Patatzis Sotiris," Weltbiographisches Wörterbuch 8. Athen, Ekdotiki Athinon, 1988, und Takis Karvelis, "Sotiris Patatzis," Nachkriegsprosa; Vom Krieg '40 bis zur Diktatur '67 VI, S. 194-216. Athen, Sokolis, 1988. (Quelle: Archiv griechischer Autoren, E.KE.VI.).

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