Maurice Blanchot

Maurice Blanchot

Maurice Blanchot

Maurice Blanchot (1907-2003) wurde in der ländlichen Siedlung Quain im Département Saône-et-Loire in Frankreich geboren, wo seine wohlhabende Familie nicht nur Bauernhöfe, sondern auch eine schöne und große Residenz besaß. Als Erwachsener kehrte er in deren "hohe Kammer" zurück, um zu schreiben. Als Essayist und Geschichtenerzähler durchdrang Blanchot sein Werk mit der extremen Erfahrung des Todes, den er als die "Prüfung der Abwesenheit eines Endes" wahrnimmt. Für Blanchot ist das Reich der Literatur das Reich des Todes. Jede seiner Erzählungen ist ein Experiment, bei dem das textuelle Handwerk auf die Probe gestellt wird, um seine eigene Grundlage in Frage zu stellen. Sie treiben die Literatur in jene Zone, in der sie sich selbst reflektiert, selbst zerstört und sich durch ihre innere Bewegung selbst verzehrt. Der Autor "hat nichts zu sagen", aber "dieses Nichts muss gesagt werden". Einsam und hartnäckig im Untergrund ist Maurice Blanchots Werk eines der faszinierendsten der Nachkriegszeit. In der Nachfolge von Schriftstellern wie Valéry oder Bataille stellte Blanchot die Existenz der Literatur selbst in Frage, ihre ästhetischen, philosophischen, ideologischen und sozialen Funktionen: Er setzte Bibliotheken in Brand und veranschaulichte damit den von Heidegger kommentierten Satz von Hölderlin: "Von allen Gütern ist die Sprache das gefährlichste." [...] "Sprache", sagt Blanchot, "ist dunkel, weil sie zu viel sagt, undurchsichtig, weil sie nichts sagt: Überall ist Mehrdeutigkeit." Dies ist das Risiko der Poesie, denn der Dichter ist derjenige, der "eine uninterpretierte Sprache hört."

  1. Η Στιγμή του Θανάτου μου

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  2. Ο Χώρος της Λογοτεχνίας

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