Andreas Karantonis

Andreas Karantonis

Andreas Karantonis

Andreas Karantonis (1910-1982). Andreas Karantonis wurde auf Andros geboren und zog im Alter von dreizehn Jahren mit seiner Familie nach Athen, wo er die Schule abschloss und an der juristischen Fakultät studierte, jedoch ohne Abschluss. Sein erster literarischer Auftritt erfolgte 1927 mit der Veröffentlichung seiner Gedichte im Supplement der Großen Griechischen Enzyklopädie von Pyrsos. 1929 veröffentlichte er die Studie "Einführung in das Werk von Palamas". Es folgten Studien über Seferis und eine weitere über Palamas. Sowohl seine Gedichte als auch seine Essays hielten sich bis 1935 an traditionelle Schreibweisen. Ein Wendepunkt in seinem Werk trat um 1935 mit seiner Tätigkeit als Direktor der Zeitschrift "Nea Grammata" ein. In dieser Zeit wandte sich Karantonis der surrealistischen Kunsttheorie zu und übersetzte Werke von Apollinaire, Valéry, Breton, Éluard und anderen. Nach der deutschen Besatzung entwickelte er journalistische Aktivitäten mit dem Fokus auf seine Opposition zum Kommunismus und linken Intellektualismus in Griechenland. In diesem Geist schrieb er theaterähnliche Texte mit Titeln wie "Studie im Kreml" und "Karagiozis verlässt seine Hütte". Er arbeitete mit der Zeitschrift "Anglo-Hellenic Review" (1945-1952) zusammen und führte von 1949 bis 1974 Radiosendungen mit kritischem Inhalt auf EIR durch. Er war ständiges Mitglied des Komitees zur Vergabe staatlicher Literaturpreise, Mitglied der Gruppe der 12 und Generalsekretär der Palamas-Stiftung. Er wurde mit dem Preis der Stadt Athen (1957), dem Pourfina-Preis der Gruppe der 12 (1959), dem Ersten Staatlichen Kritikerpreis (1971) und dem Großen Nationalen Literaturpreis (1972) ausgezeichnet. Karantonis' kritische Arbeiten waren umfangreich, und er war auch in der literarischen Übersetzung tätig. Seine Gedichte wurden in acht Bänden gesammelt. Weitere biografische Details zu Andreas Karantonis finden Sie in Argyrio Al., "Karantonis Andreas," Weltbiografisches Wörterbuch 4. Athen, Ekdotiki Athinon, 1985, und Chatzifotis I.M., "Karantonis Andreas," Große Enzyklopädie der modernen griechischen Literatur 8. Athen, Hari Patsi, n.d. (Quelle: Archiv griechischer Autoren, EKEBI).

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