
Pascal Quignard
Pascal Quignard, ein Romanautor, Essayist und Drehbuchautor, wurde 1948 in Verneuil-sur-Avre, Frankreich, geboren. Er studierte Philosophie an der Universität Nanterre, wo er Vorlesungen von E. Levinas und Paul Ricoeur besuchte. 1969 veröffentlichte er sein erstes Buch, "L'Être et le balbutiement" (ein Essay über Sacher-Masoch). Er lehrte Altfranzösisch an der Universität von Vincennes. Ab 1969 arbeitete er als Lektor für den Gallimard Verlag, wo er von 1976 bis 1994 als Serienleiter tätig war.
Als Geiger und Cellist spielt er in musikalischen Ensembles. Zusammen mit Philippe Beaussant gründete er während der Amtszeit von Jacques Lang als Kulturminister das Barockopernfestival von Versailles.
Tief in der antiken griechischen und lateinischen Bildung sowie der alten chinesischen Philosophie verwurzelt, schafft er Werke, die auf der etymologischen Meisterschaft der Sprache basieren und ihn zu einer Poetik der Stille führen, die 1991 mit Alain Corneaus Verfilmung von "Tous les matins du monde" ein breites Publikum erreichte.
Zu seinen bemerkenswerten Titeln gehören: "Le Lecteur" (1976), "Carus" (Kritikerpreis, 1980), "Le Salon de Wurtemberg" (1986), "La Leçon de musique" (1987), "Tous les matins du monde" (1991), "Georges de La Tour" (Monographie, 1991), "Le Nom sur le bout de la langue" (1993), "Le Sexe et l'effroi" (1994), "Petits Traités" (1995), "La Haine de la musique" (1996), "Vie secrète" (1998), "Terrasse à Rome" (Romanpreis der Académie française, 2000).
Sein neuestes dreibändiges Werk, "Dernier royaume" (Les Ombres errantes, Sur le jadis, Abîmes), wurde im Oktober 2002 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.