
Italo Svevo
Italo Svevo, das Pseudonym von Aron Hector Schmitz, wurde 1861 in Triest geboren und starb 1928 in Motta di Livenza, in der Provinz Treviso, infolge eines Autounfalls. Aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammend, verfolgte Svevo eine kaufmännische Ausbildung. Nach seiner Heirat konvertierte er zum Katholizismus und übernahm die Leitung des Unternehmens seines Schwiegervaters. Seine wahre Leidenschaft galt jedoch der Literatur. Seine erste Kurzgeschichte, "Der Mord in der Via Belpoggio", wurde 1890 in der Triester Zeitung "L'Indipendente" veröffentlicht. Doch seine ersten beiden Romane, "Ein Leben" und "Senilità", blieben unbeachtet, was Svevo dazu veranlasste, die Literatur aufzugeben. Er wurde jedoch von seinem Englischlehrer, niemand anderem als James Joyce, der damals an der Berlitz School in Triest unterrichtete, vom Gegenteil überzeugt. Svevo folgte Joyces Rat, weiterzuschreiben, wenn auch mit einer 25-jährigen Verzögerung: 1923 veröffentlichte er "Zenos Gewissen". Joyce, mittlerweile in Paris, führte es in die intellektuellen Kreise der französischen Hauptstadt ein, was zu begeisterten Kritiken für Svevos Buch führte. Dies löste die "Svevo-Affäre" aus, als italienische Intellektuelle, angeführt von Eugenio Montale, behaupteten, sie hätten den Autor vor den Franzosen "entdeckt". Es folgten die Novellen "Ein großzügiger Wein" im Jahr 1927 und "Ein erfolgreicher Schwindel" im Jahr 1928. Nach seinem Tod wurden verschiedene Werke von ihm veröffentlicht, wie "Eine kurze sentimentale Reise", "Essays und verstreute Seiten", "Komödien" und "Tagebuch für die Braut"