Panagiotis D. Mastrodimitris

Panagiotis D. Mastrodimitris
P. D. Mastrodimitris wurde 1934 in Mantoudi, Evia, geboren. Er schloss sein Studium und seine Promotion an der Philosophischen Fakultät in Athen ab (1957 bzw. 1970). Er führte Forschungen in Griechenland und im Ausland durch (insbesondere zwischen 1965-1971 als Stipendiat des I.K.T. und der Akademie von Athen). Neben seiner umfangreichen Lehrtätigkeit, zunächst in der Sekundarstufe (1961-1968) und später an der Universität (ab 1966: 1972-1975 als Professor für Neugriechische Philologie in Thessaloniki und ab 1975 in Athen, wo er 2001 emeritierter Professor wurde), schuf er ein reichhaltiges schriftliches Werk (ab 1958). In diesen Jahren war er Mitglied renommierter wissenschaftlicher Gesellschaften (wie der Gesellschaft zur Erforschung der Griechischen Aufklärung, der Wissenschaftlichen Gesellschaft von Athen, der Gesellschaft für Byzantinistik, der Gesellschaft für Euböische Studien, der Gesellschaft der Schriftsteller von Thessaloniki, der Gesellschaft für Makedonische Studien, der F.S. "Parnassos", der Nationalen Gesellschaft Griechischer Schriftsteller, des Vorstands der "Kostis Palamas Stiftung", der Gesellschaft der Autoren [Ehrenmitglied], des Istituto Siciliano di Studi Bizantini e Neoellenici "Bruno Lavagnini" in Palermo, der Accademia del Mediterraneo in Rom und der Societe des Etudes Neo-helleniques in Paris). Er leitete die Literaturpreis-Komitees des Kulturministeriums (1994, 1997 und ab 2005), hatte Schlüsselpositionen in Institutionen und Organisationen inne (I.K.G., "A.S. Onassis" Stiftung, etc.), diente als Direktor des Instituts für Neugriechische Philologie und Präsident des Instituts für Philologie (1983-2001, mit kurzen Unterbrechungen) und leitete das "Wissenschaftliche Jahrbuch" der Schule (1979-2003), während er die Betreuung und Genehmigung von 28 Doktorarbeiten überwachte. Für seine Beiträge wurde er mit dem Essay-Preis der Kostas und Eleni Ouranis Stiftung (1989 und 2002), dem Staatlichen Essay-Kritik-Preis (1992) und der Bronzemedaille der Gesellschaft für Euböische Studien (2004) ausgezeichnet. Die wissenschaftliche Arbeit von P. D. Mastrodimitris, wie sie in seinen Veröffentlichungen zum Ausdruck kommt, die den gesamten Inhalt seiner universitären Lehre umfassen, kombiniert vier Interessensgebiete: Methodologie der philologischen Studien (theoretische Fragen, Forschungstechniken, Bibliographie, Bibliologie, etc.), Literaturgeschichte (komplexer historisch-interpretativer Ansatz zu Phänomenen und Werken, vergleichende Perspektiven, Gattungsunterscheidungen, etc.), philologische Kritik (Wiederherstellung und Bearbeitung von Texten, Indexierung, Interpretation, etc.) und Literaturkritik (ästhetische Analyse und Bewertung). Diese vier Bereiche wurden systematisch und kombinatorisch mit Studien bedient, die in Konferenzberichten, Festschriften, Zeitschriften und Zeitungen sowie in zahlreichen eigenständigen Ausgaben veröffentlicht wurden (siehe die entsprechende Auflistung im Ehrenband "Eukarpias Epanos: Tribute to Professor Panagiotis D. Mastrodimitris", herausgegeben von Giorgos Andreomenos, Athen: Poreia, 2007, S. 55-117). Dennoch könnten repräsentative Werke für jedes dieser Gebiete betrachtet werden: [1] Für die Methodologie der philologischen Studien: vor allem das monumentale (seit 1974 "in Arbeit") "Einführung in die Neugriechische Philologie" (2005), das ein literarisches Diagramm enthält, sowie Texte über das Leben und Werk herausragender Philologen wie Emmanouil Kriaras, Apostolos Sachinis, Nikolaos V. Tomadakis, Giorgos G. Alisandratos und andere. Im Bereich der Literaturwissenschaften: die Forschung zu Figuren und schriftlichen Dokumenten von der spätbyzantinischen Zeit bis zur Gegenwart, beginnend mit den Büchern "Nikolaos Sekoundinos" (1970) und "Griechische Gelehrte" (Bd. A', 1979, 1988) bis hin zu den neueren "Notariatsdokumenten aus Euböa" (2004), stets mit der konsequenten und dauerhaften Sorge des Autors, jedes Thema seiner Studie in seinen literarischen Kontext zu integrieren. Im Bereich der philologischen Kritik: die Veröffentlichung von Texten ("Der Eid" von Markoras, 1978, Neuauflage 1996, und anschließend die "Gedichte" von Markoras, 1988; "Der Bettler" von Karkavitsas, 1980, Neuauflage 1996; Andreas Karkavitsas, "Die Lygery", 1994; Auszüge in anderen Studien, etc.), Anthologien ("Prologe der neugriechischen Romane", 1974, 1992; "Die Poesie des modernen Hellenismus", 3 Bde., 1991, 2007), Arbeiten zur Sprache und zum klassischen Wissen moderner griechischer Autoren (siehe z.B. Verweis auf die Alten, 1994) sowie Rezensionen philologischer Veröffentlichungen. Schließlich, in der Literaturkritik (immer verbunden mit philologischer Expertise und konsequenter Interpretation): Monographien über Schöpfer und Errungenschaften der modernen griechischen Poesie und Prosa, von den dreibändigen Neugriechischen Studien (1975-1988) bis hin zu anderen Essay-Sammlungen, einschließlich der streng thematischen Palamika (2003), Papadiamantika (2006), Eptanisiaka (2006), etc. Was in der gesamten Tätigkeit von P. D. Mastrodimitris – Forschung, Lehre und Schreiben – hervorsticht, ist sein anhaltendes Interesse, die Neugriechische Philologie als primäres Fachgebiet der universitären Spezialisierung zu etablieren, sein entscheidender Beitrag zur Sicherung der Neugriechischen Studien auf akademischem Niveau und das Prestige, das er dem Fach, das er liebte und dem er diente, verlieh.
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Gemeinschaftsarbeit, 2009
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