
Pearl S. Buck
Pearl Buck, eine nordamerikanische Autorin aus Virginia (1892-1973), war die Tochter eines Missionars. Schon in jungen Jahren zog sie nach China, wo sie ihre Kindheit verbrachte. Ihre Energie war schon früh erkennbar. Sie war fasziniert von den Werken von Charles Dickens, der, wie sie zugibt, sie mehr als jeder andere beeinflusste und dem sie viel verdankt. 1909 kehrte sie in die Vereinigten Staaten zurück, um ihre Studien abzuschließen, und ging später wieder nach China, wo sie den amerikanischen Missionar John Buck heiratete. Diese Ehe war jedoch nie erfolgreich und endete 1935. Im selben Jahr heiratete Buck Richard Walsh.
Sie erlebte ihren ersten großen Schicksalsschlag mit dem Tod ihrer Mutter, deren Biografie sie schrieb ("The Exile"), was den Beginn ihrer schriftstellerischen Karriere markierte. Als vielbeschäftigte Person war sie gleichzeitig mit dem Schreiben und dem Unterrichten an zwei Universitäten beschäftigt. Ihr persönliches Drama mit ihrem geistig behinderten Kind inspirierte die ergreifende Geschichte "The Child Who Never Grew." Danach vollendete sie die Werke "East Wind: West Wind" und "The Good Earth." Letzteres hat einen Stil, der an die Bibel erinnert, und ist mit einer Religiosität durchdrungen, die Kritiker auf die religiöse Tradition ihrer Familie zurückführen. Mit "The Good Earth" erlangte sie weltweite Anerkennung und wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Es folgte "All Men Are Brothers." Ihr Ruhm erreichte seinen Höhepunkt in dem Jahr, in dem ihr Vater verstarb, mit dem Schreiben von "Fighting Angel."
Insgesamt schrieb Buck etwa 45 Werke, die in 20 Sprachen, darunter Griechisch, übersetzt wurden. In ihren Werken analysiert sie ihre Erfahrungen aus ihrer Kindheit und das harte Leben der chinesischen Bauern, wo sie Hunger und Elend erlebte, sowie die Bräuche und Traditionen dieses fernen Landes ("A House Divided," "My Several Worlds," "A Bridge for Passing," "The Scattered House," "Proud Heart," "Death in the Castle," "The Mother," etc.). 1938 wurde sie mit dem Nobelpreis geehrt.