Theodor Fontane

Theodor Fontane
Henri Theodore (Theodor) Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Er stammte aus einer Familie von Hugenottenflüchtlingen aus Frankreich. Er studierte Pharmazie und übte diesen Beruf in verschiedenen Städten Deutschlands und in Berlin aus, bis er dreißig Jahre alt war. Dann gab er ihn auf, um freier Schriftsteller, politischer Redakteur und Zeitungskorrespondent zu werden. Im selben Jahr (1849) heiratete er Emilie Rouanet-Kummer, mit der er drei Söhne und eine Tochter hatte. Seine Arbeit als Kriegsberichterstatter gab ihm die Gelegenheit, ausgiebig zu reisen und dramatische Ereignisse aus erster Hand zu erleben, insbesondere an der Front des Deutsch-Französischen Krieges von 1870, während dessen er sogar wegen Spionage gefangen genommen wurde. Er verbrachte fast fünf aufeinanderfolgende Jahre in England (1855-1859). Er reiste auch nach Schottland, Italien und in die Schweiz. Zudem diente er kurzzeitig als erster Sekretär der Königlichen Akademie der Künste in Berlin. Von 1870 bis 1888 arbeitete er bei der "Vossischen Zeitung" als Theaterkritiker, der ausschließlich für die Aufführungen des Königlichen Hoftheaters in Berlin verantwortlich war, und von 1888 bis zu seinem Tod für die Aufführungen der "Freien Bühne für ein modernes Leben". Er hatte das Glück, die erste Gesamtausgabe seiner Erzählwerke in zwölf Bänden (1890-1891) zu erleben, mit dem "Schiller-Preis" (1891) geehrt zu werden und zum Ehrendoktor der Philosophischen Fakultät der Universität Berlin (1894) ernannt zu werden. Er starb am 20. September 1898 in Berlin. Wichtige Werke: - Lyrik: "Männer und Helden", 1850, "Gedichte", 1851, "Balladen", 1861. - Prosa: Essays: "Unsere lyrische und epische Poesie seit 1848", 1853, "Willibald Alexis", 1872, "Christian Friedrich Scherenberg und das literarische Berlin von 1840 bis 1860", 1885. Erzählungen, Novellen, Romane: "Vor dem Sturm", 1878, "Grete Minde", 1879, "Ellernklipp", 1881, "L'Adultera", 1882, "Schach von Wuthenow", 1882, "Graf Petöfy", 1884, "Unterm Birnbaum", "Cecile", 1887, "Irrungen, Wirrungen", 1888, "Stine", 1890, "Mathilde Möhring", 1891, "Unwiederbringlich", 1892, "Von, vor und nach der Reise", 1894, "Frau Jenny Treibel oder Wo sich Herz zum Herzen find't", 1892, "Effi Briest", 1895, "Die Poggenpuhls", 1895, "Der Stechlin", 1898.



