
Dante Alighieri
Dante Alighieri (1265-1321). Geboren in Florenz und gestorben in Ravenna im Alter von 56 Jahren. Er studierte Philosophie, Theologie und Recht. Eine entscheidende Rolle in seinem Leben und seiner gesamten dichterischen Schöpfung spielte seine große Liebe zu Beatrice Portinari, die nur ein Jahr jünger war als er und die er zum ersten Mal im Alter von nur neun Jahren traf. Neun Jahre später traf er sie wieder und liebte sie leidenschaftlich, jedoch rein (platonisch). Er sah sie als einen "Engel in Gestalt einer Frau" oder letztlich als eine "Quelle tiefer und erhabener Emotionen" für sich. Beatrice, die inzwischen einen anderen geheiratet hatte, starb kurz darauf im Alter von nur 25 Jahren. Zunächst beschrieb Dante seine feurige große Liebe in seinem Buch "Vita Nuova", doch später erhob er sie buchstäblich in seinem unvergleichlichen Meisterwerk, der berühmten "Göttlichen Komödie", die bekanntlich in drei separate Bücher unterteilt ist: "Inferno", "Purgatorio" und "Paradiso". Der große florentinische Dichter wird zusammen mit seinem fast zeitgenössischen Petrarca als einer der beiden Reformatoren der italienischen Sprache angesehen. Mit dem immensen Einfluss ihrer Werke gelang es ihnen, die Volkssprache als Literatursprache zu etablieren, die sich allmählich zur offiziellen Sprache der gesamten italienischen Nation entwickelte. Sowohl in seinem "Convivio" als auch vor allem in seiner "Göttlichen Komödie" verwendet Dante den verfeinerten Dialekt der Toskana und Florenz, der später zum Vorbild für alle anderen italienischen Dichter und Schriftsteller wurde. Wie er selbst betonte: "Die Sprache des Volkes, die ich verwende, ist nicht vulgär. Vulgär sind nur die Verächter dieser lebendigen Sprache, die von den fleißigen und arbeitsamen Menschen dieses Landes gesprochen wird."