Karen Horney

Karen Horney

Karen Horney

Karen Horney (1885-1952) wurde in Hamburg als Tochter eines norwegischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren und verstarb in New York. Ihr Vater war Kapitän, und während ihrer Kindheit reiste sie viel mit ihm und besuchte zahlreiche Länder in Europa, Mittel- und Südamerika, den Pazifischen Inseln, Japan und mehr. 1909 heiratete sie den Anwalt Oscar Horney in Berlin, von dem sie sich 1937 scheiden ließ. Sie hatte drei Töchter, von denen eine, Marianne von Eckhardt, eine angesehene Psychoanalytikerin in Amerika ist. Karen studierte Medizin an der Universität Berlin und schloss ihr Studium 1913 ab. Von 1914 bis 1918 praktizierte sie Psychiatrie und unterzog sich in dieser Zeit einer Analyse bei Karl Abraham und Hanns Sachs. Von 1920 bis 1932 lehrte sie am Berliner Psychoanalytischen Institut, wo sich viele Wissenschaftler versammelten und eine Bewegung gründeten, die grundlegend für die Geschichte der Psychoanalyse war, da sie sich vom direkten Einfluss Freuds (Wien) distanzierte. Zu ihnen gehörten Abraham, Alexander, Bally, Boss, Fromm, Hartmann, Rado, Sachs, Weigert und andere. Karen Horney zeichnete sich früh in ihrer wissenschaftlichen Karriere am Institut aus und veröffentlichte zahlreiche Studien, hauptsächlich in der Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse. Sie nahm an vielen internationalen Konferenzen teil, darunter die historische Diskussion über Psychoanalyse durch Nicht-Psychiater, die von Freud geleitet wurde. 1932 zog sie auf Einladung von Franz Alexander nach Chicago, wo sie zwei Jahre lang als stellvertretende Direktorin des Chicago Psychoanalytic Institute tätig war (mit Alexander als Direktor). 1934 ließ sie sich in New York nieder, was den kreativsten und fruchtbarsten Zeitraum ihres Lebens markierte. Sie lehrte am New York Psychoanalytic Institute (orthodox freudianische Ausrichtung) bis 1941, als sie mit einer Gruppe von Kollegen die Association for the Advancement of Psychoanalysis und das American Institute for Psychoanalysis gründete, wo sie bis zu ihrem Tod als Dekanin tätig war. Gleichzeitig praktizierte sie privat Psychoanalyse, lehrte am Institut und an der New School for Social Research und gründete und veröffentlichte das renommierte "The American Journal for Psychoanalysis." Sie gründete auch die "Karen Horney Clinic," die darauf abzielte, psychoanalytische Therapie für ärmere Patienten zugänglich zu machen. Schon früh zeigte sich ihr unruhiger und neugieriger Geist. Sie akzeptierte nichts dogmatisch und unterzog die psychoanalytischen Theorien ihrer Zeit kontinuierlichen klinischen Tests und Forschungen. In ihrem ersten Werk "Die Technik der psychoanalytischen Therapie," veröffentlicht 1917, erklärte sie: "Die Psychoanalyse kann einen Menschen, der an Händen und Füßen gefesselt ist, befreien. Sie kann ihm jedoch keine neuen Hände oder Füße geben. Dennoch hat uns die Psychoanalyse gezeigt, dass viele Erscheinungen, die wir für konstitutionell bedingt hielten, einfach das Ergebnis einer Blockade in der geistigen Entwicklung (Fortschritt) sind, die jedoch beseitigt werden kann."

  1. Our Inner Conflicts

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