Platon Rodokanakis

Platon Rodokanakis

Platon Rodokanakis

Platon Rodokanakis (1883-1919). Platon Rodokanakis, der Sohn des Anwalts Panagiotis Souliotis und Despina Rodokanaki, wurde in Smyrna geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugendjahre in Kordelio. Er besuchte die Theologische Schule von Halki, brach jedoch sein Studium ab, um nach Athen zu ziehen, wo er als Journalist arbeitete, zunächst für die Zeitung Akropolis und später für andere Zeitungen. 1913 wurde er Direktor der Hilfsmaßnahmen für die Opfer des Ersten Balkankriegs und schloss sich drei Jahre später der Venizelistischen Fraktion an. 1917 übernahm er die Leitung der byzantinischen Abteilung im Bildungsministerium. Zuvor hatte er byzantinisch inspirierte Kurzgeschichten in der Zeitung Estia veröffentlicht und die Studie "Die Königin und die byzantinischen Edelfrauen" abgeschlossen. Er verstarb in Athen. Rodokanakis debütierte literarisch 1908 mit der Veröffentlichung der Prosagedichtsammlung "De profundis" und veröffentlichte während seiner Zusammenarbeit mit Akropolis den autobiografischen Text "Die flammende Soutane" in Fortsetzungen. Anschließend veröffentlichte er Gedichte und Prosa und betätigte sich auch als Dramatiker. 1912 inszenierte die Theatergesellschaft von Kyveli Andrianou seine Einakter "Pierrot - Die Schauspielerin" und "Der Schakal", und fünf Jahre später brachte die Gesellschaft von Marika Kotopouli "Heiliger Demetrius" auf die Bühne. Platon Rodokanakis wird chronologisch am Ende der sogenannten literarischen Generation von 1880 eingeordnet. Sein Schreiben ist durch Ästhetizismus geprägt, mit Anspielungen auf die Werke von Oscar Wilde, D'Annunzio, den frühen Nikos Kazantzakis, Konstantinos Christomanos und die Philosophie von Friedrich Nietzsche. Eine umstrittene Figur, wurde er von Konstantinos Christomanos des Plagiats für sein Buch "Das purpurne Notizbuch" beschuldigt und vermied eine Verurteilung durch die Intervention von Kostis Palamas. Für weitere biografische Details zu Platon Rodokanakis siehe Argyrio Alex., "Rodokanakis Platon," Weltbiographisches Wörterbuch 9a. Athen, Ekdotiki Athinon, 1988, Garandoudis Evripidis - Menti Dora, "Platon Rodokanakis," Unsere ältere Prosa IΑ΄ (1900-1914), S. 194-211. Athen, Sokolis, 1998, Evangelidis Tr.E., "Rodokanakis Platon," Große Griechische Enzyklopädie 21. Athen, Pyrros, 1933, und Solomonidis Christos S., "Rodokanakis - Souliotis Platon," Große Enzyklopädie der modernen griechischen Literatur 12. Athen, Hari Patsi, o.J. (Quelle: Archiv griechischer Schriftsteller, EKEBI).

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