Katina G. Papa

Katina G. Papa

Katina G. Papa

Katina Papa (1903-1957). Katina Papa wurde im Dorf Giannitsates in Nordepirus geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit und einen Teil ihrer Jugend dort. Nach der Verfolgung der Griechen durch die Turko-Albaner in der Region suchte die Familie Papa Zuflucht auf Korfu, wo Katina die Ionische Akademie mit Auszeichnung abschloss und mit der World Douglas Gold Medal ausgezeichnet wurde. Sie studierte an der Philosophischen Fakultät der Universität Athen und der Pädagogischen Akademie Athen (1924-1925). Sie setzte ihre Ausbildung in Österreich (1930-1932), München und Berlin (1938-1939) mit Stipendien des Bildungsministeriums fort und spezialisierte sich auf Psychologie und Therapeutische Pädagogik. In Wien besuchte sie Kurse bei Alfred Adler. 1933 studierte sie Schulprogramme für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Italien. Sie arbeitete am 6. Mädchengymnasium von Athen, wo sie die erste Pädagogische Beratungsstelle gründete, die von 1933 bis zu ihrem Rücktritt 1954 betrieben wurde. Ihr literarisches Debüt gab sie 1935 mit der Veröffentlichung der Kurzgeschichtensammlung „Unter dem Maulbeerbaum“, für die sie mit dem Vikelas-Preis der Akademie von Athen ausgezeichnet wurde. Sie arbeitete mit Literaturzeitschriften wie Nea Estia, Ipirotiki Estia und der Zeitung Kerkyraika Nea zusammen. Sie verstarb in Athen im Alter von 54 Jahren. Zu ihren Lebzeiten veröffentlichte sie nur eine weitere Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel „Wenn sich alles änderte“. Nach ihrem Tod wurden die Chronik „An einem Mädchengymnasium“ und ihre Gedichtsammlung „Gedichte“ veröffentlicht, beide von ihrer Schwester, der Malerin Aglaia Papa, herausgegeben. Ihre Kurzgeschichten wurden in Deutschland übersetzt und anthologisiert. Ein großer Teil ihres Werkes, darunter Essays, Studien und ein Theaterstück mit dem Titel „Der Fremde“, bleibt unveröffentlicht. Katina Papa gehört zur Zwischenkriegsgeneration der griechischen Literatur. Ihr Prosawerk ist Teil des Bestrebens der Generation der Dreißigerjahre, den traditionellen Erzählstil zu erneuern und sich von den Formen der Ethnografie zu lösen, gekennzeichnet durch einen tiefen psychologischen Ansatz der Charaktere, Lyrik, die emotionale Intensität der Autorin, ihr Einfühlungsvermögen in die Emotionen ihrer Charaktere, autobiografische Elemente, bemerkenswerte Flexibilität in der Handlungsentwicklung und sprachlichen Ausdruck. Für weitere biografische Details zu Katina Papa siehe Melberg Margarita. „Katina Papa,“ Zwischenkriegsprosa; Vom Ersten bis zum Zweiten Weltkrieg (1914-1939) Bd. VII, S. 8-26. Athen, Sokolis, 1993. (Quelle: Archiv griechischer Autoren, EKEBI).

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