Nora Anagnostaki

Nora Anagnostaki
Nora Anagnostaki (1930-2013) war Essayistin, Literaturkritikerin und Übersetzerin. Sie wurde in Athen geboren und hatte Wurzeln in Kreta und Kleinasien. Obwohl sie Rechtswissenschaften an der Universität Athen studierte, praktizierte sie nie als Anwältin. Sie arbeitete als Buchhändlerin in Thessaloniki. Als Ehefrau des Dichters Manolis Anagnostakis war sie verantwortlich für die Präsentation literarischer und literaturtheoretischer Texte in der Zeitschrift "Kritiki", wo sie erstmals mit dem Essay "Prolog zur Poesie von Eleni Vakalo" in Erscheinung trat. Sie arbeitete auch mit den Zeitschriften "Endochora", "Nea Poreia" und "Chroniko" zusammen und beteiligte sich an der Veröffentlichung "Achtzehn Texte" während der Diktatur (1970). Ihre kritische Arbeit zeichnet sich durch ein hohes Maß an theoretischer Ausbildung aus, insbesondere im Hinblick auf die französischen Theoretiker ihrer Zeit und die Grundsätze des "Neuen Romans", während sie gleichzeitig eine originelle und aufschlussreiche Perspektive auf die Vorkriegs- und Nachkriegsschöpfer wie Miltos Sachtouris, Eleni Vakalo, Giorgos Seferis, D.P. Papaditsas, Kleitos Kyrou und andere bietet. 1996 wurde sie mit dem Sonderstaatspreis für Literatur für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Sie verstarb am 31. Dezember 2013 in Athen im Alter von 83 Jahren nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt. Weitere biografische Details zu Nora Anagnostaki finden Sie bei Alexis Ziras, "Anagnostaki, Nora" im "Wörterbuch der neugriechischen Literatur", Athen, Patakis Verlag, 2007.
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