Christopher Hitchens

Christopher Hitchens

Christopher Hitchens

Christopher Eric Hitchens (1949-2011) wurde in Portsmouth, Hampshire, im Süden Englands während des Kriegsdienstes beider Elternteile in der Royal Navy geboren. Er erhielt eine ausgezeichnete Ausbildung unter ihrer Obhut, zunächst an der Leys School in Cambridge und später am Balliol College in Oxford, wo er Philosophie, Politik und Wirtschaft studierte. In seinem autobiografischen Buch "Hitch-22", das viel später im Jahr 2010 veröffentlicht wurde, erzählte er unter anderem von einigen homosexuellen Erfahrungen aus dieser Lebensphase. In den 1960er Jahren schloss sich Hitchens der Bewegung gegen den Vietnamkrieg, die Eskalation der nuklearen Aufrüstung und die Dominanz multinationaler Konzerne an. 1965 trat er der Labour Party in England bei, wurde jedoch 1967 zusammen mit seiner gesamten Studentenorganisation ausgeschlossen, da sie die Unterstützung von Premierminister Harold Wilson für den Vietnamkrieg kritisierten. Seine journalistische Karriere begann er in den 1970er Jahren als Korrespondent für das trotzkistische Magazin "International Socialism" und später als Mitarbeiter des "The London Times Higher Education Supplement" zu sozialwissenschaftlichen Themen sowie des Magazins "The New Statesman". Der Selbstmord seiner Mutter in einem Hotelzimmer in Athen im Jahr 1973 führte ihn aus Notwendigkeit nach Griechenland. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er einen aufschlussreichen Artikel über den Zustand der griechischen Junta, der sein erstes Stück im "New Statesman" wurde. 1981 zog Hitchens in die Vereinigten Staaten und begann, für das Wochenmagazin "The Nation" und das monatliche "Vanity Fair" zu schreiben, wo er Henry Kissinger, Ronald Reagan, George H. W. Bush und die US-Politik in Mittel- und Südamerika scharf kritisierte. Durch den mutigen und unkonventionellen Inhalt seines politischen Diskurses wurde Hitchens zu einem der prominentesten Journalisten und Intellektuellen seiner Zeit. Ein glühender Bewunderer von Thomas Paine, George Orwell und Präsident Jefferson, zögerte er nicht, in seine Kritik auch die Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa sowie Bill und Hillary Clinton einzubeziehen. 1989 begann er, sich von der traditionellen Linie "linker" Intellektueller wie Noam Chomsky, Norman Mailer, Susan Sontag und John Updike zu distanzieren, aufgrund ihrer lauen Reaktion auf Ayatollah Khomeinis Todesurteil gegen Salman Rushdie wegen seines Buches "Die satanischen Verse". Treue Freunde bis zum Ende blieben hingegen die Autoren Ian McEwan, Martin Amis und Salman Rushdie. 1997 unterstützte er die Forderung nach der Rückgabe der Parthenon-Marmore an Griechenland und äußerte seine Ansichten in dem Buch "The Parthenon Marbles: The Case for Reunification". Nach dem 11. September 2001 unterstützten seine Artikel offen die internationale Intervention der USA gegen theokratische Regime und anschließend den Krieg im Irak, wofür er als neoreaktionär bezeichnet wurde. Dennoch verkündete er weiterhin auf jede erdenkliche Weise seinen radikalen Atheismus und schrieb das Buch "God is not Great: How Religion Poisons Everything", das 2007 veröffentlicht wurde. Er veröffentlichte mehrere andere Bücher, darunter: "Cyprus", 1984, das unter dem Titel "Hostage to History: Cyprus from the Ottomans to Kissinger" 1989 neu aufgelegt wurde, "The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice", 1995, "Thomas Paine's Rights of Man: A Biography", "The Trial of Henry Kissinger", 2001, "Letters to a Young Contrarian", 2001, "Why Orwell Matters", 2002, und "The Portable Atheist: Essential Readings for the Non-Believer", 2007. Im September 2005 wurde er in einer Umfrage der Zeitschriften "Foreign Policy" und "Prospect" auf Platz fünf der 100 wichtigsten Intellektuellen gewählt. Er verstarb am 15. Dezember 2011 im Alter von 62 Jahren in Houston, Texas, an einer Komplikation einer Lungenentzündung, die seine Gesundheit verschlechterte, während er an Speiseröhrenkrebs litt.

  1. No One Left to Lie To, Die Dreiecksbeziehungen von William Jefferson Clinton

    0

  2. And Yet... : Essays

    0

  3. God is not Great

    0

  4. Hitch 22, Ein Memoir
    Biografien & Memoiren

    Hitch 22, Ein Memoir

    Christopher Hitchens, 2021

    von16,01 € in 2 Geschäften

    0

  5. The Trial of Henry Kissinger

    0

  6. For the Sake of Argument, Aufsätze und Minderheitenberichte

    0

  7. Why Orwell Matters

    0

  8. Love, Poverty and War, Reisen und Essays

    0

  9. Letters to a Young Contrarian

    0

  10. Arguably
    Politische Bücher

    Arguably

    Christopher Hitchens, 2021

    0