
James Graham Ballard
J. G. Ballard (1930-2009) wurde in Shanghai geboren. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor wurde seine Familie interniert und kehrte schließlich 1946 nach England zurück. Er begann ein Medizinstudium in Cambridge und arbeitete in verschiedenen Berufen, bevor er sich der RAF anschloss und nach Kanada zog. Seine ersten Kurzgeschichten wurden 1956 veröffentlicht, und sein erster bedeutender Roman, "The Drowned World", erschien 1962, gefolgt von "The Crystal World" im Jahr 1966. Er galt als führende Figur der New Wave der britischen Science-Fiction, obwohl sein Werk weit über die Grenzen des Genres hinausging. Seine Romane erhielten zahlreiche Auszeichnungen und Preise, und viele wurden verfilmt, wie "The Atrocity Exhibition" (1969) von Jonathan Weiss, der provokative, fetischistische "Crash" (1973) von David Cronenberg und "Empire of the Sun" (1984), ein semi-autobiografischer Bericht über das Leben in einem japanischen Internierungslager in Shanghai während des Zweiten Weltkriegs, von Steven Spielberg. Dieses Buch wurde mit dem Guardian Fiction Prize ausgezeichnet und festigte seinen Ruf in der breiten Öffentlichkeit. Seine späteren Werke, wie "Cocaine Nights" (1996), "Super-Cannes" (2000, Commonwealth Writers' Prize) und "Millennium People" (2003), erhielten begeisterte Kritiken von der internationalen Presse und wurden ebenfalls mit Preisen und Auszeichnungen geehrt. Er verstarb am 19. April 2009 im Alter von 78 Jahren nach einem dreijährigen Kampf gegen Prostatakrebs.