Immanuel Wallerstein

Immanuel Wallerstein
Immanuel Wallerstein (28. September 1930 - 31. August 2019) wurde in New York geboren. Er studierte Soziologie an der Columbia University in New York, wo er 1959 auch seinen Ph.D. erhielt. Er lehrte an derselben Universität bis 1971 und war von 1976 bis 1999 als angesehener Professor an der Binghamton University tätig, gleichzeitig war er Direktor des renommierten "Fernand Braudel Center for the Study of Economies, Historical Systems, and Civilizations." Ab dem Jahr 2000 war er angesehener Professor in der Abteilung für Soziologie an der Yale University. In den frühen 1960er Jahren konzentrierte sich Wallerstein in seiner Forschung auf afrikanische Staaten, sowohl vor als auch nach der Kolonialzeit. Bald stellte er fest, dass die Untersuchung eines oder weniger Staaten zu einem bestimmten Zeitpunkt unzureichend war, und verlagerte daher seinen methodischen Ansatz auf eine langfristige und umfassende Analyse. 1974 veröffentlichte er den ersten Band seines Werkes "The Modern World-System," das ihn als führenden Innovator im neo-marxistischen Denken etablierte. Im selben Jahrzehnt, nachdem er 1968 aktiv an der Reformbewegung der amerikanischen akademischen Gemeinschaft teilgenommen hatte, wandte er sich auch der Untersuchung von "anti-systemischen" Bewegungen zu, einem Begriff, den er prägte.
