Anne Wiazemsky

Anne Wiazemsky
Anne Wiazemsky (14. Mai 1947 - 5. Oktober 2017), eine französische Autorin und Schauspielerin russischer Abstammung väterlicherseits, wurde 1947 in Berlin geboren. Im Alter von siebzehn Jahren spielte sie in Robert Bressons Film "Au hasard Balthazar" mit. Sie trat in Filmen von Regisseuren wie Jean-Luc Godard (mit dem sie verheiratet war), Pier Paolo Pasolini, Marco Ferreri, Philippe Garrel, Alain Tanner, Michel Deville und anderen auf, ebenso wie in Theateraufführungen. 1988 verließ sie ihre Schauspielkarriere und betrat die literarische Welt mit der Kurzgeschichtensammlung "Des filles bien élevées" (Großer Preis für Kurzgeschichten der Société des Gens de Lettres). Es folgten Romane wie "Mon beau navire," "Marine," "Canines" (Goncourt-Preis der Gymnasiasten, 1993), "Hymnes à l'amour" (in dem ihr Großvater, der renommierte Schriftsteller François Mauriac, vorkommt), "Une poignée de gens" (Großer Preis für Romane der Académie française, 1998), "Aux quatre coins du monde" und "Sept garçons." Sie schrieb auch Drehbücher und führte Regie bei Dokumentarfilmen. Ihr letzter Roman, "Je m'appelle Élisabeth," der erste, der nicht auf autobiografischen Elementen basierte, wurde von Regisseur Jean-Pierre Améris verfilmt. Sie verstarb am 5. Oktober 2017 im Alter von 70 Jahren an Krebs.
