Jean Giraudoux

Jean Giraudoux
Jean Giraudoux besuchte die renommierte École Normale Supérieure und spezialisierte sich auf "Germanistik". Er reiste nach Deutschland, in die USA und nach Paris und besuchte häufig literarische Kreise. Ein entscheidender Moment in seinem Leben war die Begegnung mit der großen Theaterpersönlichkeit Louis Jouvet, der ihm half, seine wahre Berufung zu entdecken: das Theater. Sein Roman "Siegfried et le Limousin" inspirierte das deutlich überlegene gleichnamige Theaterstück "Siegfried" (1928). Von da an schrieb er fast jedes Jahr ein neues Stück: "Amphitryon" (1929), "Judith" (1931), "Intermezzo" (1933), "Tessa" (1934), "Der trojanische Krieg findet nicht statt" (1935), "Elektra" (1939), "Ondine" (1939). Während der schwierigen Zeiten des Zweiten Weltkriegs kehrte Giraudoux mit "Sodom und Gomorrha" (1943) zum Theater zurück. Er verstarb im Januar 1944 und erlebte die Befreiung seines Landes nicht mehr. Sein Freund Louis Jouvet inszenierte 1946 seine bekannte und "prophetische" Komödie "Die Irre von Chaillot" (1945), die auch bei griechischen Zuschauern an Beliebtheit gewann.
