
Aisopos
Äsop (625-560 v. Chr.). Er wurde in Amorium, Phrygien, geboren und starb in Delphi, wohin er von König Krösus geschickt worden war, um ein Orakel vom delphischen Orakel zu empfangen. Dort wurde er jedoch der Gotteslästerung beschuldigt und von den heiligen Richtern zum Tode verurteilt. Er wurde vom Gipfel des Berges Parnass gestürzt.
Äsop ist der berühmteste der antiken Fabeldichter, der unbestrittene Vater der antiken Fabel. Seine Biografie wurde im 14. Jahrhundert n. Chr. von dem Mönch Maximus Planudes verfasst und enthält zahlreiche Anekdoten über sein Leben und seine Aktivitäten. Er gilt auch als führende Figur in dem, was als "didaktische Mythologie" bekannt ist. Seine Fabeln wurden in der "Sammlung der Äsop-Fabeln" zusammengestellt, und die Hauptfiguren darin sind meist bestimmte Tiere, wie der Fuchs, der Löwe, das Reh und andere. Diese sind kurze, häusliche Erzählungen, die mit großer Kürze ausgedrückt werden. Ihr Wesen ist moralistisch, symbolisch und allegorisch. Äsop war von bescheidener Herkunft und äußerst unattraktiv, aber gleichzeitig hochintelligent. Obwohl er zu Lebzeiten ein Sklave war, errichteten die Athener später eine Statue zu seinen Ehren, um zu zeigen, dass jede wertvolle Person geehrt werden sollte, unabhängig von ihrer Herkunft.