
Amartya Sen
Amartya Sen (geboren in Santiniketan, Indien, 1933), bekannt als der "indische Ökonom der Armen", lehrte am Trinity College, Cambridge (UK). Er war Präsident der Econometric Society und der International Economic Association. Derzeit ist er Professor für Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an der Harvard University. 1998 wurde ihm der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für sein Gesamtwerk verliehen, insbesondere für die Wiedereinführung logischen Denkens, philosophischer Perspektiven und deren Verbindung zu anderen Sozialwissenschaften in die Wirtschaftswissenschaften. Er zeigte die Wechselbeziehung zwischen demokratischen Strukturen und Freiheit mit Wohlstand auf. Er betonte, dass große Probleme unserer Zeit, wie Armut und Hungersnöte, dort verschärft werden, wo es an ausreichender Freiheit und Demokratie mangelt. 2010 zählte ihn das Magazin "Time" zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt und der "New Statesman" zu den Top 50. Zu seinen Werken, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, gehören: "Collective Choice and Social Welfare" (1970), "On Economic Inequality" (1973/1997), "Poverty and Famines: An Essay on Entitlement and Deprivation" (1981), "On Ethics and Economics" (1987), "Hunger and Public Action" (herausgegeben mit J. Dreze, 1989), "The Quality of Life" (mit M. Nussbaum, 1993), "Reason Before Identity" (1999), "The Argumentative Indian" (2005), "Identity and Violence: The Illusion of Destiny" (2006), "Imperial Illusions: India, Britain, and the Wrong Lessons" (2007), "The Idea of Justice" (2009), "Mismeasuring Our Lives: Why GDP Doesn't Add Up" (mit J. E. Stiglitz und J.-P. Fitoussi, 2010).