Sandro Penna

Sandro Penna
Sandro Penna wurde am 12. Juni 1906 in Perugia geboren. 1929 ließ er sich in Rom nieder, einer Stadt, die das Ziel seiner häufigen jugendlichen Wanderungen gewesen war. Er lebte dort für den Rest seines Lebens (mit Ausnahme einer Zeit in Mailand, wo er als Buchhandlungsgehilfe arbeitete) und ging verschiedenen und zufälligen Berufen nach. Er verstarb am 23. Januar 1977 in Rom. „Das Leben... ist sich zu erinnern...“ war das erste Gedicht, das er schrieb (wie er in einer autobiografischen Notiz erwähnt), am Rand einer Zeitung an einem Abend am Meer im Alter von 22 Jahren hingekritzelt, zu einer Zeit, als „ich mir der Existenz von Poesie noch nicht einmal bewusst war.“ Dieses „erste“ Gedicht wurde unter den Papieren gefunden, die er bei seinem Tod hinterließ, mit dem Datum 24-8-1922 getippt. Wir wissen, dass Penna bereits als Gymnasiast lange Gedichte schrieb, die von D'Annunzio beeinflusst waren. Dieses „erste“ Gedicht verdient all unsere Bewunderung, weil wir wissen, dass es nicht aus einem Wunder entstand, sondern aus „Wissen“, das durch Kampf und Studium erworben wurde. „Sobald ich ein paar Gedichte gesammelt hatte,“ fährt er in der autobiografischen Notiz fort, „las ich zufällig in einer Zeitung, dass die größten Dichter drei waren: Saba, Ungaretti und Montale. Da ich wusste, dass Saba eine Buchhandlung in Triest in der San-Nicolo-Straße hatte, sagte ich mir: Hier ist, wem ich meine Gedichte schicken werde, um mir zu sagen, ob sie etwas wert sind. Die Antwort kam sofort...“ Pennas Poesie entwickelt sich von diesem glücklichen Anfang an nicht weiter. Sie wiederholt sich in einer begrenzten Vielfalt von Klängen und Tönen und erreicht eine Reihe von Transparenzen, die in der italienischen Poesie unseres Jahrhunderts beispiellos sind. Während sein Werk jedoch erst in den letzten Jahren über die „Elite“ der Spezialisten hinaus Verbreitung fand und Leserschaft beim allgemeinen Publikum gewann, bleibt die Schwierigkeit, Pennas Poesie zu kategorisieren, bestehen. Vielleicht, weil das, was er ausdrückt, kaum artikulierbar ist, ein Geheimnis, das nicht wiederholt, sondern nur gefühlt werden kann. Antonio Porta schreibt: „Penna zeigt uns in großem Maße das 'Unbestimmbare', aus dem Poesie gemacht ist: und auch, dass es nur durch sich selbst definiert werden kann.“ Sandro Penna übte einen bedeutenden Einfluss auf die Dichter der sogenannten „Römischen Schule“ aus
