Vasilis Rotas

Vasilis Rotas

Vasilis Rotas

Vasilis Rotas (1889-1977). Vasilis Rotas wurde in Chiliomodi, in der Region Korinthien, geboren. Er studierte Philologie an der Universität Athen und Theater an der Schauspielschule des Athener Konservatoriums. 1910 war er Mitbegründer der Studentengesellschaft. Er diente als Reserveoffizier in den Balkankriegen und wurde während des Ersten Weltkriegs in den Lagern von Görlitz und Werl interniert. Er kämpfte auch im Kleinasiatischen Feldzug und diente von 1921 bis 1922 als Militärattaché an der griechischen Botschaft in Berlin. 1927 trat er mit dem Rang eines Obersts in den Ruhestand und widmete sich anschließend der Literatur und dem Theater. Er war ein wichtiger Mitarbeiter der Zeitschrift "Hellenische Briefe" von Kostis Bastias und gründete das Volkstheater von Athen (1930-1937), das von der Metaxas-Diktatur geschlossen wurde. Während der deutschen Besatzung organisierte er die Theaterwerkstatt (wo bekannte Persönlichkeiten wie Markos Avgeris, Sofia Mavroeidi-Papadaki und Manos Katrakis unterrichteten) und das Bergtheater (1944, in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der EPON). Er verstarb in Athen. Rotas debütierte literarisch 1908 in den Seiten von "Noumas" und veröffentlichte Artikel, Chroniken, Theaterkritiken und Zeugnisse in der Untergrundpresse sowie in "Künstlerische Nachrichten", "Freie Nachrichten", "Moderne Griechische Briefe", "Vradyni", "Proia", "Estia" und nach dem Krieg (1961-1965) in der Zeitschrift "Theater" von K. Nitsos und in "Laikos Logos" (1965-1967). Er veröffentlichte auch Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke. In der Geschichte des modernen griechischen Theaters ist er für seine bedeutende Übersetzungsarbeit der vollständigen Werke von William Shakespeare bekannt, und seine Übersetzung der Komödie "Die Vögel" von Aristophanes für die Aufführung 1961 durch das Kunsttheater von Karolos Koun gilt als historisch. In seinen originalen und übersetzten Werken sind Rotas' einzigartiger demotischer Stil, inspiriert von Volksliedern, seine populäre romantische Weltanschauung und Einflüsse aus dem Volkstheater von Karagiozis, der shakespeareschen Dramaturgie und dem antiken griechischen Drama, deutlich erkennbar. Für weitere biografische Details zu Vasilis Rotas siehe Ziras Alex. - Georgousopoulos Kostas, "Rotas Vasilis," Weltbiographisches Wörterbuch 9a. Athen, Ekdotiki Athinon, 1988, und Vasilis Rotas (1889-1977); Vorwort-Einleitung: Voula Damianakou - Inhaltsbearbeitung: Eleni Vasilopoulou. Athen, 1979. (Quelle: Archiv griechischer Schriftsteller, EKEBI).

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