
Robert Musil
Robert Musil wurde 1880 in Klagenfurt, Österreich, geboren. Er studierte zunächst an einer Militärakademie, entwickelte jedoch später ein Interesse für Maschinenbau. 1901 erwarb er seinen Ingenieurabschluss. Kurz darauf wandte er sich der Literatur, Philosophie und experimentellen Psychologie zu. 1908 wurde ihm der Doktortitel in Philosophie, Physik und Mathematik verliehen. Zwischen 1911 und 1914 arbeitete er als Bibliothekar. 1911 heiratete er Martha Marcovaldi. 1914 diente er als Offizier an der italienischen Front, wo er für seinen Einsatz ausgezeichnet wurde. 1919 arbeitete er in der Pressestelle des österreichischen Außenministeriums. 1920 war er als Beamter tätig. 1923 erhielt er den "Kleist"-Preis für "Die Schwärmer". 1924 wurde ihm der Große Preis der Stadt Wien für Kunst verliehen, und 1929 erhielt er den "Gerhart-Hauptmann"-Preis. 1938 floh er mit seiner Frau nach Zürich und von dort nach Genf, wo er 1942 starb. Zu seinen Hauptwerken zählen die Romane "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" (1906) und "Der Mann ohne Eigenschaften" (1930-1943), der unvollendet blieb. Zu seinen Novellen gehören "Vereinigungen" ("Die Vollendung der Liebe" und "Die Versuchung der stillen Veronika") (1911), "Drei Frauen" ("Grigia", "Die Portugiesin", "Tonka") (1924) und "Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer" (1923).