Pablo Neruda

Pablo Neruda

Pablo Neruda

Neftalí Ricardo Reyes Basoalto, bekannt unter seinem Pseudonym Pablo Neruda, wurde 1904 in Parral, Chile, geboren. Er war einer der bedeutendsten und produktivsten Dichter Lateinamerikas und veröffentlichte über 30 Bücher. Er trat der Kommunistischen Partei bei und wurde einige Jahre später zum Senator gewählt. Von 1926 bis 1938 vertrat er sein Land als Diplomat in verschiedenen Teilen des Fernen Ostens und in Spanien, wo er den Bürgerkrieg aus erster Hand miterlebte. Neruda war der Ansicht, dass ein Dichter sich in öffentliche Angelegenheiten einmischen müsse und trennte Poesie nicht von Politik. Als die Kommunistische Partei 1948 für illegal erklärt wurde, reiste Neruda zunächst nach Argentinien und später in die Sowjetunion. Vier Jahre später kehrte er nach Chile zurück und erhielt 1953 den Lenin-Friedenspreis. Neben seinen politisch engagierten Gedichten schrieb Neruda auch eine große Anzahl persönlicher und intimer Gedichte. Die romantischsten davon sind in der Sammlung "Hundert Liebessonette" enthalten, die Matilde Urrutia gewidmet ist, mit der er 1955 zusammenzuleben begann. Der Ruhm des chilenischen Dichters verbreitete sich weltweit, und 1971, während er als Botschafter in Frankreich tätig war, wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Zu weiteren bemerkenswerten Werken Nerudas gehören "Residenz auf Erden", "Canto General" (in Griechenland von Mikis Theodorakis vertont), "Das Buch der Fragen" und "Extravagaria", unter anderen. Er verstarb 1973 im Alter von 69 Jahren, und seine Beerdigung markierte den ersten öffentlichen Protest der Chilenen gegen die Diktatur.

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