
Iris Murdoch
Iris Murdoch wurde 1919 in Dublin als Tochter englischer und irischer Eltern geboren. Sie besuchte die Schule in Bristol und studierte klassische Philologie in Oxford. Während des Krieges arbeitete sie für die UNRRA in London, Belgien und Österreich. Sie erhielt ein Philosophiestipendium in Cambridge und kehrte 1948 nach Oxford zurück, wo sie begann, Philosophie am St. Anne's College zu unterrichten. 1956 heiratete sie den Professor und Literaturkritiker John Bayley, mit dem sie bis zu ihrem Tod im Februar 1999 zusammenlebte. Vielleicht die größte Autorin der englischen Nachkriegsliteratur, hinterließ sie ein reiches Werk. Nach ihrem Debüt mit "Under the Net" (1954) veröffentlichte sie sechsundzwanzig Romane, darunter "A Severed Head" (1961), "A Fairly Honourable Defeat" (1970), "The Philosopher's Pupil" (1980), "The Green Knight" (1993) und "Jackson's Dilemma" (1995). 1973 wurde sie mit dem James Tait Black Memorial Prize für "The Black Prince", 1974 mit dem Whitbread Prize für "The Sacred and Profane Love Machine" und 1978 mit dem Booker Prize für "The Sea, The Sea" ausgezeichnet. Zu ihren philosophischen Werken gehören "Sartre: Romantic Rationalist", "Acastos: Two Platonic Dialogues", "Metaphysics as a Guide to Morals" und "Existentialists and Mystics" (1997). Sie schrieb mehrere Theaterstücke, darunter "The Italian Girl" und "The Black Prince" (eine Adaption ihres gleichnamigen Romans). 1978 wurde ein Gedichtband mit dem Titel "A Year of Birds" veröffentlicht. Iris Murdoch wurde mit den Titeln CBE (1976) und DBE (1987) für ihre Beiträge zur britischen Literatur sowie mit der PEN Gold Medal für ihren Gesamtbeitrag zur Literatur geehrt. Nach ihrem Tod veröffentlichte ihr Ehemann John Bayley die Bücher "Iris: A Memoir" und "Elegy for Iris" (die von Richard Eyre in den Film "Iris" adaptiert wurden), und ihr Freund, der Literaturkritiker Peter J. Conradi, Autor der Essaysammlung "Iris Murdoch: The Saint and the Artist" (1986), veröffentlichte ihre vollständige Biografie mit dem Titel "Iris Murdoch: A Life" (2001).