
Oliver Sacks
Oliver Sacks (1933-2015) wurde in London geboren. Er studierte Neurologie am Queen's College, Oxford, und lebte ab 1965 in New York. Er war klinischer Professor für Neurologie am Albert Einstein College of Medicine und der NYU School of Medicine. Seine wissenschaftliche Arbeit brachte ihm zahlreiche internationale Auszeichnungen ein. Er war regelmäßiger Beitragender für "The New Yorker" und "The New York Review of Books" sowie für viele medizinische Fachzeitschriften. Die "New York Times" nannte Dr. Sacks "den Dichter der Medizin". Er veröffentlichte mehrere Bücher, darunter "Migraine" (1970), "Awakenings" (1973), "A Leg to Stand On" (1984), "The Man Who Mistook His Wife for a Hat" (1985), "Seeing Voices: A Journey into the World of the Deaf" (1989), "An Anthropologist on Mars: Seven Paradoxical Tales" (1995), "The Island of the Colorblind" (1996), "Uncle Tungsten: Memories of a Chemical Boyhood" (2001), "Oaxaca Journal" (2002), "Musicophilia" (2007), "The Mind's Eye" (2010), "Hallucinations" (2012), "On the Move: A Life" (2015) und "Gratitude" (posthum, 2015). Seine Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Harold Pinter und Peter Brook adaptierten seine Bücher für Theateraufführungen, während "Awakenings" den gleichnamigen amerikanischen Film mit Robert De Niro und Robin Williams inspirierte. Im Jahr 2006 wurde bei Oliver Sacks eine seltene Form von Melanom diagnostiziert, die zum Verlust eines Auges führte. Später erfuhr er, dass er zu den "2 % der unglücklichen Patienten" gehörte, bei denen diese Krebsart Metastasen verursacht. Am 19. Februar 2015 gab er in einem Artikel in der "New York Times" bekannt, dass er nur noch wenige Monate zu leben habe, da sich die Metastasen in seiner Leber vermehrt hatten. "Jetzt muss ich entscheiden, wie ich die verbleibenden Monate leben will. Ich möchte sie auf die reichste, tiefste und produktivste Weise leben, die ich kann", fügte er hinzu. Diese Reflexion führte zu dem Buch "My Own Life: Thoughts on the Impending Death" (kombiniert mit einem entsprechenden Text von 1776 von David Hume). Den medizinischen Prognosen entsprechend erlag Sacks der Krankheit am 30. August 2015 im Alter von 82 Jahren.