Lili Zografou

Lili Zografou

Lili Zografou

Lili Zografou (1922-1998). Lili Zografou wurde in Heraklion, Kreta, geboren, wo sie ihre Kindheit verbrachte. Ihr Vater war Zeitungsverleger mit besonders liberalen Ideen für seine Zeit und einer Leidenschaft für den Journalismus. Sie besuchte das Korais Gymnasium und das katholische Ursulinen-Gymnasium auf Naxos. Während der deutschen Besatzung wurde sie wegen ihrer Widerstandsaktivitäten inhaftiert, während sie schwanger war, und brachte im Gefängnis ein Kind zur Welt. Nach der Befreiung arbeitete sie als Journalistin. Von 1953 bis 1954 lebte sie in Paris. Als Journalistin widersetzte sie sich der Diktatur von Papadopoulos. Ihr literarisches Debüt gab sie 1950 mit der Novellensammlung "Liebe", aber Anerkennung erlangte sie neun Jahre später mit der Veröffentlichung ihres Buches "Nikos Kazantzakis, eine tragische Figur", einem entmystifizierenden und psychoanalytischen Ansatz zur Persönlichkeit des kretischen Autors. Ihr Essay "Antignosis: Die Krücken des Kapitalismus" löste ebenfalls Diskussionen aus, in dem sie ihre Theorie des Christentums als grundlegende Bedingung für die weltweite Dominanz des Kapitalismus darlegte. Ihr bekanntestes Werk ist der Roman "Der Sybarit", mit einem stark autobiografischen Ton und offensichtlichen Einflüssen der nietzscheanischen Philosophie. Ihr Theaterstück "Ein Schnäppchenpreis für das Paradies" wurde 1976 von der Zweiten Bühne des Nationaltheaters aufgeführt. (Quelle: Archiv griechischer Autoren, EKEBI).

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