George Edward Moore

George Edward Moore
George Edward Moore, Bruder des Dichters T. Sturge Moore, wurde 1873 in Süd-London geboren. Er begann sein Studium der klassischen Philologie in Cambridge (Trinity College), wandte sich jedoch auf Anraten von B. Russell und J. McTaggart, einem leidenschaftlichen Vertreter des englischen Idealismus, der Philosophie zu. In seiner frühen Studie "The Metaphysical Basis of Ethics" (1897) erkennt er den Einfluss von Bradley an, einen Einfluss, den er bald umkehren würde. Nach seinem Studium und einer kurzen Abwesenheit von Cambridge kehrte Moore 1911 an die renommierte Universität zurück, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Als Herausgeber der renommierten Zeitschrift "Mind" ab 1921 wurde er 1925 zum Professor der Philosophie gewählt und lehrte bis zu seiner Pensionierung 1939. Sein Nachfolger wurde Wittgenstein, mit dem er bereits bekannt war. Tatsächlich wird der Titel von Wittgensteins "Tractatus Logico-Philosophicus" Moore zugeschrieben, der eine positive Rolle bei Wittgensteins Rückkehr und Berufung nach Cambridge spielte. Während seiner akademischen und philosophischen Laufbahn pflegte Moore eine langjährige Freundschaft mit bekannten Mitgliedern der Bloomsbury Group (L. Woolf, M. Keynes, unter anderen). Er diente als Präsident der Aristotelian Society (1918-1919) und war Mitglied der geheimen intellektuellen Gesellschaft Cambridge Apostles. Moore führte ein eher ruhiges Leben im Umfeld der renommierten Universität und wurde von vielen prominenten Persönlichkeiten der angelsächsischen Welt tief respektiert. Obwohl seine Werke relativ wenige sind, trugen sie erheblich zur Entwicklung der analytischen Philosophie bei, obwohl seine philosophischen Schöpfungen außerhalb akademischer Kreise nicht weit verbreitet waren. Zu seinen Hauptwerken gehören: "The Nature of Judgment" (1899), "Principia Ethica" (1903), "Refutation of Idealism" (1903), "Ethics" (1912), "A Defense of Common Sense" (1925), "Proof of an External World" (1925).

