
Susan Sontag
Susan Sontag (1933-2004) wurde in New York geboren, wuchs jedoch in Tucson, Arizona, auf und besuchte die High School in Los Angeles. Nach ihrem Abschluss an der University of Chicago absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium in Philosophie, Literatur und Theologie an der Harvard University und am Saint Anne's College der University of Oxford. Sie verfasste vier Romane ("The Benefactor," "Death Kit," "The Volcano Lover," "In America"—die letzten beiden wurden auf Griechisch von Odysseas Editions veröffentlicht), eine Sammlung von Kurzgeschichten ("I, etcetera"), mehrere Theaterstücke ("Alice in Bed," "Lady From the Sea," unter anderem) und acht Essays, von denen die bekanntesten "Against Interpretation" (auf Griechisch von Kafrefis veröffentlicht), "On Photography" (veröffentlicht von der Zeitschrift "Photographer"), "Illness as Metaphor" (veröffentlicht von Ypsilon), "Regarding the Pain of Others" (veröffentlicht von Scripta) und "Where the Stress Falls" sind. Ihre Artikel und Prosa erschienen regelmäßig in Zeitschriften wie "The New Yorker," "The New York Review of Books," "The Times Literary Supplement," "Art in America," "Antaeus," "Parnassus," "The Threepenny Review," "The Nation," "Granta" und vielen anderen. Ihre Bücher wurden bisher in 32 Sprachen übersetzt. Sie führte auch Regie bei vier Spielfilmen ("Duet for Cannibals," 1969, "Brother Carl," 1971—beide in Schweden, "Promised Land," 1974, in Israel während des Krieges im Oktober 1973, und "Unguided Tour," 1983, in Italien) und inszenierte viele Theaterstücke, darunter "Waiting for Godot" im Sommer 1993 im belagerten Sarajevo, wo sie zwischen 1993 und 1996 viel Zeit verbrachte und zur Ehrenbürgerin ernannt wurde. Als politische Aktivistin im Kampf für Menschenrechte engagierte sie sich über zwei Jahrzehnte und war von 1987 bis 1989 Präsidentin des amerikanischen PEN-Clubs. Sie nahm an Kampagnen für die Meinungsfreiheit und die Freilassung von Intellektuellen teil, die wegen ihrer Ansichten verfolgt wurden.
Susan Sontag wurde zu Lebzeiten vielfach ausgezeichnet: Sie erhielt 1978 den National Book Critics Circle Award für ihren Essay "On Photography," 2000 den National Book Award für den Roman "In America," 1992 den Malaparte-Preis in Italien, 1999 den Titel "Commander of the Order of Arts and Letters" in Frankreich, 2001 den Jerusalem-Preis für ihr Gesamtwerk und 2003 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Sie verstarb am 28. Dezember 2004 in New York.