
Juan Marsé
Juan Marsé (8. Januar 1933 - 19. Juli 2020), einer der bedeutendsten Autoren der zeitgenössischen spanischen Literatur, wurde 1933 in Barcelona geboren. Er arbeitete bis zu seinem sechsundzwanzigsten Lebensjahr in einer Schmuckwerkstatt und veröffentlichte 1960 seinen ersten Roman, "Encerrados con un solo juguete". Seine Werke, die bisher in neunzehn Sprachen übersetzt wurden, umfassen "Esta cara un luna", "Ultimas Tardes con Teresa" (Biblioteca Breve Preis, 1965), wo er erstmals das reale und moralische Panorama des Nachkriegs-Barcelona vorstellt, das das narrative Universum all seiner nachfolgenden Bücher bildet, "La oscura historia de la prima Montse", "Si te dicen que caí", sein erstes großes Werk der Reife, das zunächst in Mexiko veröffentlicht und in Spanien von der franquistischen Zensur verboten wurde, "La muchacha de las bragas de oro" (Planeta Preis 1978), "Un día volveré", "Ronda del Guinardó" (Stadt Barcelona Preis 1985), "El amante bilingüe" und "El Embrujo de Shangai" ("The Shanghai Spell", Nationaler Kritikerpreis 1994), sowie zahlreiche Sammlungen von Kurzgeschichten und Artikeln. Für "The Lizard's Tail" wurde er zum zweiten Mal mit dem Nationalen Kritikerpreis ausgezeichnet und erhielt zudem den Nationalen Literaturpreis, womit er gleichzeitig die beiden höchsten literarischen Auszeichnungen Spaniens erlangte.