Bertrand Russell

Bertrand Russell
Britischer Philosoph (1872-1970). Er wurde in der Nähe der Ufer des Flusses Wye geboren. Nach einer hervorragenden Ausbildung wurde er Professor am Trinity College in Cambridge und 1909 Mitglied der Royal Society. 1916 trat er aufgrund seiner pazifistischen Überzeugungen von seiner Professur zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg reiste er nach Russland und China, wo er von 1927 bis 1932 eine Privatschule leitete. Er lehrte auch viele Jahre in den Vereinigten Staaten. 1944 kehrte er nach Cambridge zurück und nahm seine Aufgaben als Professor wieder auf. Während seiner langen Karriere, die durch den Nobelpreis im Jahr 1950 und den britischen Order of Merit gekennzeichnet war, leistete Russell bedeutende Beiträge als Mathematiker, Philosoph und Soziologe. Sein umfangreiches Werk umfasst Titel wie "Principia Mathematica" (1903), "The Problems of Philosophy" (1912), "Our Knowledge of the External World and Scientific Method" (1914), "The Road to Freedom: Socialism, Anarchism, and Syndicalism" (1918), "Mysticism and Logic" (1918), "Bolshevism" (1940), "Marriage and Morals" (1929), "The Conquest of Happiness" (1930), "A History of Western Philosophy" (1946) und viele andere. Als Befürworter der Emanzipation und des Wahlrechts der Frauen betrachtete der Philosoph des Friedens die Menschheit als eine einheitliche Gesamtheit und lehnte den Nationalsozialismus ab, gegen den er während des Zweiten Weltkriegs kämpfte und kraftvolle Texte verfasste. Russell widmete seinen Einfluss der Sache des Weltfriedens und war gegen die Nutzung von Atomenergie für militärische Zwecke. Er glaubte an die Menschheit, und sein Optimismus für die Zukunft ist in seinem gesamten Werk deutlich zu erkennen. Er verstarb im Februar 1970.

