Howard Zinn

Howard Zinn

Howard Zinn

Howard Zinn (1922-2010) wurde in New York City als Sohn polnisch-jüdischer Einwanderer geboren. Er wuchs in Brooklyn auf und arbeitete als Werftarbeiter. Ein entscheidendes Ereignis in seinem Leben war das gewaltsame Niederschlagen einer linken Arbeiterdemonstration am Times Square in New York, das er im Alter von 17 Jahren miterlebte. 1943 trat er der U.S. Air Force bei, um gegen die Nazis zu kämpfen, und diente während des Krieges als Bombenschütze, eine Erfahrung, die sein anti-kriegerisches Bewusstsein prägte. Nach dem Krieg besuchte er das College und promovierte an der Columbia University. 1956 wurde er Leiter der Geschichtsabteilung am Spelman College in Atlanta, einem College für schwarze Frauen während der Ära der Rassentrennung, wo er aktiv an der Bürgerrechtsbewegung teilnahm. Später nahm er eine Stelle als Geschichtsprofessor an der Boston University an und ging 1988 in den Ruhestand. Sein ganzes Leben lang war er ein politisch engagierter Aktivist, der sich für das Konzept des zivilen Ungehorsams auf friedlichem Wege, gegen soziale Ungleichheit, unvollkommene Demokratie und Krieg einsetzte. Sein bekanntestes Werk ist das klassische "A People's History of the United States", das 1980 veröffentlicht wurde und über 1 Million Exemplare verkaufte. Es wird beschrieben als "eine aufschlussreiche und bewegende Geschichte des amerikanischen Volkes aus der Perspektive derjenigen, deren Kämpfe in den meisten historischen Berichten weitgehend ausgelassen wurden" (Library Journal) – nämlich Arbeiter, Feministinnen, Kriegsdienstverweigerer und andere. Zinn erhielt den Lannan Literary Award und den Eugene V. Debs Award für sein Schreiben und seinen politischen Aktivismus. Er verfasste viele Bücher, darunter "The Southern Mystique", "La Guardia in Congress", "The Zinn Reader", die Autobiografie "You Can't Be Neutral on a Moving Train" (neben dem gleichnamigen Dokumentarfilm, erzählt von seinem Freund, dem Schauspieler Matt Damon) und das Theaterstück "Marx in Soho". Seine Frau Rozlyn, mit der er in Massachusetts lebte und zwei Kinder hatte, verstarb 2008. Howard Zinn starb am Mittwoch, den 27. Januar 2010, in Santa Monica, Kalifornien, an einem Herzinfarkt im Alter von 87 Jahren während einer Reise. Einer seiner letzten veröffentlichten Artikel war ein kurzer Beitrag im Magazin "The Nation", eine Woche zuvor, in dem er seine Enttäuschung über das erste Jahr der Obama-Administration ausdrückte (Enttäuschung über die Fortsetzung des Krieges in Afghanistan und Mängel in der Innenpolitik).

  1. Young People's History Of The United States

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