
Galateia Saranti
Galatea Saranti (1920 - 2009). Galatea Saranti wurde in Patras geboren. Sie absolvierte die Arsakeio-Schule von Patras. Später zog sie mit ihrer Familie nach Athen. Sie schrieb sich an der juristischen Fakultät der Universität Athen ein, schloss das Studium jedoch nicht ab, da sie sich schon in jungen Jahren entschied, sich dem Schreiben zu widmen. Ihr literarisches Debüt gab sie 1945 mit der Veröffentlichung der Kurzgeschichte "Das Schloss" in der Zeitschrift Nea Estia. Es folgten weitere Kurzgeschichten und die Novelle "Das Buch von Johannes und Maria", die von Grigorios Xenopoulos begeistert aufgenommen wurde. 1947 wurde ihre Novelle "Das Buch der Freude" zusammen mit der Kurzgeschichte "Minen" veröffentlicht. Sarantis Werk besteht hauptsächlich aus Prosa, aber sie beschäftigte sich auch mit literarischer Übersetzung. Sie wurde mit dem Preis der Gruppe der 12 (für "Die Rückkehr"), dem Staatspreis für Romane (für "Unser altes Haus"), dem Staatspreis für Kurzgeschichten (für "Erinnere dich an Vilna"), dem Ouranis-Stiftungspreis der Akademie von Athen (für "Risse") und dem I.D. Kollaros Kinderromanpreis (für "Morgendämmerung der Freiheit") ausgezeichnet. Ihre Werke wurden ins Englische, Deutsche, Italienische, Russische, Schwedische, Ungarische, Rumänische, Polnische und Spanische übersetzt. Galatea Sarantis literarisches Werk zeichnet sich durch eine solide Struktur und begrenzte äußere Handlung aus, mit einem Schwerpunkt auf der Psychologie der Charaktere und einer ängstlichen Suche nach dem Sinn des menschlichen Schicksals. Durch ihr fein ausgearbeitetes Schreiben und den indirekten Ausdruck ihrer theoretischen und ideologischen Anliegen konzentriert sich Saranti hauptsächlich auf die emotionale Welt ihrer Charaktere, wie sie innerhalb ihrer jeweiligen sozialen Umgebungen geformt und ausgedrückt wird. 1997 wurde sie als Mitglied der Akademie von Athen aufgenommen und wurde damit die erste griechische Akademikerin. Sie verstarb im Alter von 89 Jahren am 28. Dezember 2009. Weitere biografische Details zu Galatea Saranti finden sich in Manolis Gialourakis, "Saranti Galatea," Große Enzyklopädie der modernen griechischen Literatur 12. Athen, Haris Patsis, o.J., Dimitris Daskalopoulos, "Galatea Saranti," Nachkriegsprosa: Vom Krieg '40 bis zur Diktatur '67, Bd. Z, S. 100-122. Athen, Sokolis, 1988, und Alexis Ziras, "Saranti Galatea," Weltbiografisches Wörterbuch 9a. Athen, Ekdotiki Athinon, 1988. (Quelle: Archiv griechischer Autoren, EKEVI).