
Sigmund Freud
Der Vater der Psychoanalyse wurde 1856 in Freiberg, Mähren, als Kind jüdischer Eltern geboren. Er studierte Medizin in Wien. Als Schüler des renommierten französischen Neurologen Charcot an der Salpêtrière (1885-86) kehrte er nach Wien zurück und begann, seinen Beruf in Zusammenarbeit mit Breuer (1895-1897) auszuüben, wobei er Hypnose einsetzte, um die mentale Welt seiner Patienten zu erforschen. Die Grundlage seiner Theorie über psychische Störungen und die Technik der Psychoanalyse stieß auf Feindseligkeit seitens des gesamten medizinischen Establishments. Dennoch wuchs seine Klientel täglich, und er fand Anhänger unter der jüngeren Generation von Ärzten. 1938, nach der Besetzung Österreichs durch die Nazis, floh er mit seiner Tochter Anna nach London. Er litt an Kehlkopfkrebs. Während er an einer psychoanalytischen Studie über "Hitler und den Nationalsozialismus" arbeitete, erlitt er einen Anfall, der ihn ans Bett fesselte, und er verstarb in der Nacht vom 23. auf den 24. September 1939. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören: "Studien über Hysterie," 1895, "Die Traumdeutung," 1900, "Über den Traum," 1901, "Zur Psychopathologie des Alltagslebens," 1901, "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie," 1903, "Totem und Tabu," 1913, "Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse," 1916, "Das Ich und das Es," 1923, "Neurose und Psychose," 1924, "Hemmung, Symptom und Angst," 1926, "Das Unbehagen in der Kultur," 1930, "Weibliche Sexualität," 1931, "Bemerkungen über den Antisemitismus," 1938, "Der Mann Moses und die monotheistische Religion," 1939.