
Blaise Cendrars
Geschwindigkeit, Chaos und Erinnerung fassen das Werk und Leben von Blaise Cendrars zusammen. Ein Franzose schweizerischer Herkunft, wurde er 1887 in La Chaux-de-Fonds geboren und verstarb 1961 in Paris. Schon in seiner Kindheit und Jugend strebte er leidenschaftlich danach, die Welt zu erobern, und reiste von Neapel nach China und von Russland nach Indien. Er übte verschiedene Berufe aus und verlor seine Hand, als er während des Ersten Weltkriegs in der Fremdenlegion diente. Cendrars weigerte sich, ein "Mann der Buchstaben" zu sein, und zog es vor, durch ein gefährliches Leben in seiner Prosa und Poesie die Intensität, die Gegenwart und die Aktion einzufangen. Er betrachtete das Schreiben als eine Reise. Zu seinen bedeutendsten Prosawerken gehören: "Gold" (L'or, 1925), "Moravagine" (1926), "Schwarze Geschichten für weiße Kinder" (Petits contes nègres pour les enfants des blancs, 1928), "Rum" (Rhum, 1930), "Der erstaunte Mann" (L'homme foudroyé, 1945), "Die abgetrennte Hand" (La main coupée, 1946), "Streifzüge" (Bourlinguer, 1948). Zu seinen poetischen Werken zählen: "Ostern in New York" (Pâques à New York, 1912), "Die Prosa des Transsibirischen Expresses und der kleinen Jehanne von Frankreich" (La prose du Transsibérien et de la Petite Jeanne de France, 1913), "Schwarze Anthologie" (Anthologie Nègre, 1921).