Blaise Pascal

Blaise Pascal
Blaise Pascal wurde 1623 in Clermont-Ferrand als Sohn eines Richters geboren. Seine Mutter verlor er 1626. Schon in jungen Jahren widmete er sich der Mathematik und zeigte sofort sein Genie. 1647 zog er mit seinem Vater und seiner Schwester nach Paris, und es heißt, dass er zwischen 1652 und 1654 ein weltliches, luxuriöses und hedonistisches Leben führte. Doch der Winter 1653-54 war eine Zeit intensiver wissenschaftlicher Arbeit, in der Pascal versuchte, das Problem der Existenz oder Nichtexistenz Gottes außerhalb der offiziellen christlichen Wege zu lösen. In der Nacht vom 22. auf den 23. November 1654 erlebte er seine berühmte religiöse Ekstase, die er auf einem Stück Pergament festhielt, das nach seinem Tod in das Futter seines Mantels eingenäht gefunden wurde. Im Januar 1655, im Alter von 32 Jahren, zog er sich mit seiner stets fragilen Gesundheit in die Abtei Port-Royal zurück, wo er sich periodisch wieder aufhielt. Ab 1658 lebte er mit zunehmenden Schmerzen, insbesondere im Kopf. Seine Aktivitäten nahmen ab. Im Juni 1662 schenkte er sein Haus einer armen Familie und zog zu seiner Schwester. Am 19. August 1662 wurde er von Krämpfen ergriffen und verstarb, nachdem er die Sakramente empfangen hatte. Zu seinen wichtigsten philosophischen Werken zählen: "Vergleich der frühen Christen mit den gegenwärtigen", "Die Wahrheit der christlichen Religion", die 18 "Provinzialbriefe" und die "Pensées" (acht Jahre nach seinem Tod veröffentlicht). Im Bereich der Mathematik war er ein Pionier. Sein "Essay über Kegelschnitte" (aus dem das berühmte "Pascals Theorem" hervorgeht), seine Abhandlung über das "Gleichgewicht der Flüssigkeiten" (einer der Grundpfeiler der Hydrodynamik), die Erfindung des Rechners (als er erst 20 Jahre alt war) und des Rouletterads sowie seine Arbeiten zur "infinitesimalen Analysis" sind nur ein Teil seines Beitrags zur modernen mathematischen Forschung.

