
Marcus Aurelius
Römischer Kaiser und stoischer Philosoph. Marcus Aurelius wurde am 26. April 121 n. Chr. in Rom geboren. Er wuchs in einem von der griechischen Kultur geprägten Umfeld auf und erhielt eine entsprechende Ausbildung. Er wurde zum adoptierten Thronerben und bestieg den Thron im Jahr 161 n. Chr. nach dem Tod seines Adoptivvaters, Antoninus Pius.
Als Kaiser war er hauptsächlich mit der Gesetzgebung beschäftigt und kümmerte sich auch um die schwächeren sozialen Schichten. Seine Verteidigungspolitik war erfolgreich und markierte den Beginn des Endes der Pax Romana während seiner Herrschaft. Er starb während eines Feldzugs im März 180 n. Chr.
Als Philosoph war er ein konsequenter Vertreter des Stoizismus, einer der berühmten Trias der Neuen Stoa (neben Epiktet und Seneca). Mit seinem Werk "Meditationen", das in Griechisch verfasst wurde, schuf er eines der bekanntesten Werke der stoischen Philosophie. Dieser Text, bestehend aus Meditationen in Form von Kommentaren zu den Ansichten und Aphorismen vergangener Philosophen, persönlichen Reflexionen und vor allem introspektiven Gedanken, ist ein Zeugnis moralisch-praktischer Betrachtung und der Ansichten der Schule über Gott und die Natur.