
Joseph Thomas Sheridan Le Fanu
Joseph Thomas Sheridan Le Fanu, vielleicht der beliebteste Schöpfer vieler der besten Geistergeschichten der viktorianischen Ära, war ein anglo-irischer Schriftsteller, der 1814 in Dublin geboren wurde. Sein literarisches Talent zeigte sich bereits in seiner Kindheit, als er begann, Gedichte zu schreiben, aber seine Neigung zu übernatürlichen Themen wurde während seiner Universitätsjahre mit der Kurzgeschichte "The Ghost and the Bone-Setter" deutlich, die 1838 erstmals im Dublin University Magazine veröffentlicht wurde. Diese Geschichte wurde später zusammen mit anderen frühen Werken in den drei Bänden "The Purcell Papers" im Jahr 1880 aufgenommen. Sein Debüt als Romanautor gab er 1845 mit "The Cock and Anchor".
Er begann seine Karriere als Journalist beim Dublin University Magazine im Jahr 1837 und wurde später 1861 dessen Herausgeber und Eigentümer. 1844 heiratete er Susanna Bennett, mit der er vier Kinder hatte. Ihr Tod im Jahr 1858 verursachte ihm tiefen Kummer, den er in seine Geschichten einfließen ließ.
Aufgrund seiner Schüchternheit und seines nächtlichen Lebensstils erhielt er den Spitznamen "The Invisible Prince". Er lebte wie ein Einsiedler, ließ sich von seinen Albträumen inspirieren und schrieb seine Werke von der Dämmerung bis zum Morgengrauen, bis zu seinem Tod am 7. Februar 1873.
Seine Werke gerieten fast in Vergessenheit, bis 1923 der Gelehrte und Schriftsteller M. R. James eine Sammlung seiner Geschichten unter dem Titel "Madam Crowl's Ghost and Other Tales of Mystery" veröffentlichte. Weitere bekannte Werke sind "The House by the Churchyard", "Uncle Silas", "Wylder's Hand" und die Sammlung "In a Glass Darkly" (die "Carmilla" enthält).