
THeofilos D. Fragopoulos
Theophilos Fragkopoulos (1923 - 1998). Theophilos Fragkopoulos wurde in Athen geboren und hatte Wurzeln auf Zakynthos. Sein Vater war ein hoher Offizier im Militär, und seine Mutter stammte aus den Familien Theotokis und Polylas. Er studierte an der juristischen Fakultät der Universität Athen und verfolgte Tourismus- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Surrey in England. Als Polyglott bereiste er ausgiebig Länder wie Libanon und Tunesien, wo er als Bankangestellter und als Direktor einer Reederei arbeitete. Während der deutschen Besatzung und des Bürgerkriegs schloss er sich dem nationalen Widerstand an, zunächst als Mitglied der Vereinigten Jugend der Heiligen Brigade und später in den Organisationen E.S.A.S., R.A.N. und EDES. Von 1948 bis 1950 diente er als Reserveoffizier im Panzerkorps und kämpfte auch gegen die April-Junta von 1967. 1950 wurde er zum Leiter der Abteilung für ausländische Werbung am Griechischen Zentrum für Tourismusstudien ernannt. Er war auch Direktor der Griechischen Nationalen Tourismusorganisation (1959-1964) und hielt Vorträge über moderne griechische Literatur als Gastprofessor an den Universitäten von Bochum in Westdeutschland und Boston in den USA. Im literarischen Bereich betätigte er sich im Roman-, Lyrik- und Theaterbereich und schrieb auch Essays. Sein Debüt gab er 1943 mit der Veröffentlichung des Gedichts "Mantua" in der Zeitschrift Palmos, und 1953 veröffentlichte er die Gedichtsammlung "Poems". Er arbeitete mit Zeitschriften wie Philological Chronicles, New Greek, Today's Letters, Epochs, The Continuation, Sections, Stations und der Zeitung Kathimerini zusammen, unter anderem. Als Mitglied der Nationalen Gesellschaft Griechischer Schriftsteller wurde er mit dem Ersten Staatstheaterpreis für sein Stück "Endurance", dem Ouranis-Preis der Akademie von Athen für die Essaysammlung "Tagliche Ernte" und dem Frederick Matthews Literaturpreis (1995) ausgezeichnet. Seine Werke wurden ins Französische, Englische und Italienische übersetzt, und seine Gedichte wurden in ausländische Anthologien aufgenommen. Für weitere biografische Details zu Theophilos Fragkopoulos siehe Argyriou Alex., "Theophilos Fragkopoulos," Griechische Dichtung: Die Erste Nachkriegsgeneration, S. 260-261. Athen, Sokolis, 1982. (Quelle: Archiv Griechischer Schriftsteller, EKEBI).