
John Updike
John Updike (1932-2009) wurde in Shillington, Pennsylvania, geboren. Er studierte an der Harvard University und der Ruskin School of Fine Art in Oxford, England. Von 1955 bis 1957 war er Mitarbeiter bei "The New Yorker", wo er Kurzgeschichten, Gedichte und Buchrezensionen veröffentlichte. Nach 1957 ließ er sich dauerhaft in Massachusetts nieder. Updike wurde als Chronist der alltäglichen amerikanischen Mittelschicht bekannt, insbesondere durch seinen Roman "Hasenherz" (im Original "Rabbit, Run") aus dem Jahr 1960, in dem die Figur Harry 'Rabbit' Angstrom, ein 26-jähriger ehemaliger Highschool-Basketballspieler, versucht, einer konventionellen Ehe und dem Alltag eines unerfüllenden Jobs zu entkommen. Dieselbe Figur taucht in den folgenden Büchern der Tetralogie auf: "Unter dem Astronautenmond" (im Original "Rabbit Redux", 1971), "Bessere Verhältnisse" (im Original "Rabbit is Rich", 1981), "Rabbit in Ruhe" (im Original "Rabbit at Rest", 1990) und "Rabbit, eine Rückkehr" (im Original "Rabbit Remembered", 2001), wobei die zweiten und dritten Bücher mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurden. Updike veröffentlichte insgesamt mehr als sechzig Bücher, darunter achtundzwanzig Romane – der letzte war "Terrorist" im Jahr 2006 –, vierzehn Kurzgeschichtensammlungen, zehn Bücher mit Essays und persönlichen Schriften sowie zehn Gedichtsammlungen. Seine Romane erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Pulitzer-Preis, den National Book Award, den American Book Award und den National Book Critics Circle Award. Sein Roman "Die Hexen von Eastwick" (im Original "The Witches of Eastwick", 1984) wurde 1987 von George Miller mit Jack Nicholson, Cher, Michelle Pfeiffer und Susan Sarandon in den Hauptrollen verfilmt und auch als Bühnenmusical adaptiert. Er verstarb im Januar 2009 in Danvers, Massachusetts, im Alter von 76 Jahren nach einem Kampf gegen Lungenkrebs.