Ich fürchte, ich verliere meine Sinne. Der Geruchssinn, der Tastsinn... sie wollen mir auch diese nehmen. Sie wollen mich hier drin begraben, so wie sie ihre nutzlosen Geister begraben haben.
„Camille Claudel ist eine der wenigen namhaften Zeuginnen der Grausamkeit der männlichen Welt - vermutlich die emblematischste ihrer Zeit. Zu ihrer Zeit gab es nicht mehr die Flammen der Inquisition - dennoch blühte die Verfolgung von Frauen und die Schuldzuweisung an die Weiblichkeit selbstverständlich auf (und, auf unterschiedlichen Ebenen, blüht sie noch immer). Camille Claudel wollte dramatisch frei sein und endete tragisch schwebend: Sie wurde von ihren Kollegen nicht als Künstlerin anerkannt, von ihrem Liebhaber nicht als Frau geliebt, von ihrem Mann nicht als Partnerin gewertet, von der Gesellschaft, die sie bis zu ihrem Lebensende in psychiatrische Anstalten einsperrte, nicht als Mensch angesehen.
Sie bot ihren Körper, ihr Talent, ihre Liebe, den Früchte ihres Leibes der männlichen Welt an - und die männliche Welt zerquetschte sie und bestrafte sie exemplarisch dafür, dass sie ein wenig mehr menschliche Existenz einforderte, als er bereit war, ihr zuzugestehen.“
Thanasis Triaridis (aus dem Vorwort der Ausgabe)
Hersteller
- Autor
- Giannis Laspias
- Verleger
- Kapa Ekdotiki
- Sprache
- Englisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 64
- Veröffentlichungsdatum
- 10/2016
- Veröffentlichungsdatum
- 2016
- Auszeichnung
- -
- Abmessungen
- 17x21 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus, Surrealismus, Überrealismus
- Alben
- Ja
- ISBN-13
- 9786185191399
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