Im Hafen fanden eine Woche lang musikalische Veranstaltungen statt. Es wurden Bands für traditionelle und 'ethnische' Musik aus dem gesamten Balkan herbeigeschafft. Sogar Zigeuner mit ihren Hornbläsern waren dabei. Jeden Abend strömten die Leute dorthin: ein paar Offizielle, Intellektuelle, Studenten, gebildete Menschen der feinen Gesellschaft.
Zur gleichen Zeit fuhren die Busse, die an dem großen Platz an der Seite starteten, einer nach dem anderen in die Stadtteile, beladen mit einfachen Menschen, die gerade von der Arbeit gekommen waren. Einige Männer schliefen bereits auf dem Vordersitz, die Mädchen waren müde und unansehnlich, mit verblassten Gesichtern und wackeligen Frisuren. Viele Hosenbeine waren mit Schlamm- oder Senflecken beschmutzt.
Alle beeilten sich, nach Hause zurückzukehren, ahnungslos über das Volksfest, das in Kürze in unmittelbarer Nähe beginnen würde. Der eigene, stümperhafte Ausbruch würde am kommenden (jeden kommenden) Freitag und Samstag stattfinden: mit Dezibel, Bewegung, Tanzen auf dem Tisch und verdünntem Whisky. Was einst das Volk tat, genießen heute andere. Was das Volk heute voller Appetit und ohne zweiten Gedanken isst, wird von anderen gekocht und ihnen serviert.
Es wäre eine göttliche Gerechtigkeit, wenn eines Tages auch diese Plastikreste 'Kunst' genannt würden.
Hersteller
- Autor
- Zisis Sarikas
- Verleger
- Panoptikon
- Typ
- Historischer Roman
- Untertitel
- Und andere Texte
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 195
- Veröffentlichungsdatum
- 7/2008
- Veröffentlichungsdatum
- 2008
- Abmessungen
- 12x17 cm
- ISBN-13
- 9789608966062
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