Der große französische Philosoph Paul Ricœur verdankt seinen Ruhm nicht nur seiner kritischen Auseinandersetzung mit Strömungen wie der Psychoanalyse, dem Strukturalismus und der kritischen Sozialtheorie, sondern auch seinen feinsinnigen Überlegungen zu komplexen und schwer lösbaren Fragen wie der Metapher, dem Text, der Erzählung und der Zeit, aus denen das Anliegen einer phänomenologischen Hermeneutik des Subjekts hervorgeht, die in direkten Konflikt mit der kartesianischen und kantianischen Tradition des cogito tritt.
Das angesprochene Anliegen wird mit mustergültiger Klarheit in seinem Buch "Das Selbst als Anderer" verwirklicht - unbestreitbar eines der bedeutendsten Werke seiner Gesamtheit -, das 1990 erstmals auf Französisch veröffentlicht wurde.
Besonders interessant ist in diesem Fall die Verbindung der Hermeneutik des Subjekts mit einer "geringeren Ethik", die in die Forderung mündet, das individualistische "Ich" auszuschließen, damit das "Selbst" in den Vordergrund tritt, welches sich durch die kritische Begegnung mit der radikalen Heterogenität des Anderen konstituiert.
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Produktdetails
- Autor
- Paul Ricoeur
- Verleger
- Polis
- Ursprünglicher Titel
- Sich selbst wie ein anderer
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789604351879
Ausgabe
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 514
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Veröffentlichungsdatum
- 4/2008
- Veröffentlichungsdatum
- 2008
Inhalt
- Lesestufe
- Klassische Texte
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