„Wer Biograf wird, ist verpflichtet zu lügen, zu verschweigen, zu schmeicheln, zu beschönigen, denn die biografische Wahrheit kann nicht existieren, und wenn sie existierte, könnten wir sie nicht verwenden.“ Sigmund Freud
In Übereinstimmung mit dieser Aussage präsentieren alle bisherigen Biografen von Freud ihn bis heute nur im Kontext der Entstehung seiner Theorien, sprechen über seine Reisen, seine Krankheiten, lassen jedoch das, was er selbst als 'Familienroman' bezeichnete, nahezu unberührt. Von seinen sechs Kindern wird in den Biografien hauptsächlich nur Anna erwähnt. Die verbleibenden fünf, Mathilde, Martin, Oliver, Ernst und Sophie, könnten ebenso gut nicht existieren. Seine Frau Martha erscheint höchstens als eine schemenhafte Figur, die dazu bestimmt ist, ihn von der Misere des Alltags fernzuhalten.
Eva Weissweiler nimmt sich dieser Lücke an. Sie erforscht die Rolle von Sigmund Freud als Bruder, Vater, Großvater, Onkel und Ehemann, verleiht Menschen, die bisher nur in Fußnoten auftauchten, eine eigene Stimme, nutzt zahlreiche unveröffentlichte Briefe aus Archiven in London, Washington und Jerusalem, die sie kritisch und sensibel interpretiert. Das Ergebnis ist die Biografie einer Familie und ein aufschlussreiches Porträt der patriarchalischen Figur.
Die erschütternde und tragische Familiengeschichte der Freuds, die mit der Geburt von Sigmund Freud beginnt und die beiden Weltkriege überdauert, bis in die Gegenwart reicht.
Hersteller
- Autor
- Eva Weissweiler
- Verleger
- Metaichmio
- Ursprünglicher Titel
- Die Freuds
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Die Biografie einer Familie
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 447
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2008
- Tastaturen
- Biografie
- Eigenschaft
- Wissenschaftler
- Veröffentlichungsdatum
- 2008
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789604552368
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