Der Ausdruck "Familientherapie-Techniken" führt zu Problemen. Er vermittelt Bilder von Menschen, die andere Menschen manipulieren. Es entstehen falsche Vorstellungen von Gehirnwäsche oder Kontrolle aus persönlichen Machtgründen. Die ethische Bedenken sind vollkommen gerechtfertigt. Außerdem garantiert die Technik an sich keine Wirksamkeit. Wenn der Therapeut sich strikt an die Technik hält und ein Meister darin ist, wird seine Verbindung zu den Patienten objektiv, distanziert und klar sein, aber auch oberflächlich, manipulativ im Auftrag der persönlichen Macht, und letztlich nicht besonders wirksam. Die Ausbildung in Familientherapie sollte daher ein Weg sein, Techniken zu lehren, mit dem ultimativen Ziel, sie zu beherrschen und anschließend zu vergessen. Der Therapeut sollte ein "Arzt" sein: Ein menschliches Wesen, das daran interessiert ist, sich mit anderen menschlichen Wesen zu beschäftigen, therapeutisch, mit Bereichen und Themen, die ihnen Schmerz bereiten, während es gleichzeitig großen Respekt für deren Werte, Stärken und ästhetische Vorlieben zeigt. Das Ziel ist, die Technik zu überwinden. Nur eine Person, die die Technik gemeistert und später vergessen hat, kann ein effektiver Therapeut werden.
Hersteller
- Autoren
- Salvador Minuchin, H. Charles Fishman
- Verleger
- Ereynites
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 328
- Veröffentlichungsdatum
- 09/2007
- Veröffentlichungsdatum
- 2007
- Abmessungen
- 17x23 cm
- ISBN-13
- 9789603683964
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