Jim tauchte seine Hand in die Wanne und rührte den Mond um, zerbrach ihn in strömende Lichtbäche, die sich wirbelten. Er benetzte seine Stirn mit seinen nassen Händen und stand auf. Diesmal bewegte er sich nicht mit so viel Ruhe, jedoch durchquerte er die Küche auf Zehenspitzen und hielt vor der Tür des Schlafzimmers an.
Jelka zuckte mit dem Arm und öffnete ein wenig die Augen. Dann öffneten sich die Augen weit und wurden glasig, feucht. Jim sah in ihre Augen; sein Gesicht war ausdruckslos. Ein kleiner Tropfen lief von Jelkas Nase und setzte sich in die Mulde ihrer Oberlippe. Auch sie sah ihn starr an.
Jim hob den Hahn seines Gewehrs. Das metallische Geräusch hallte durch das ganze Haus. Der Mann im Bett wälzte sich unruhig in seinem Schlaf. Jims Hände zitterten. Er hob das Gewehr auf seine Schulter und drückte es fester, um das Zittern zu verhindern. Durch das Visier sah er das kleine weiße Quadrat zwischen den Augenbrauen und den Haaren des Mannes. Das vordere Ziel wob einen Moment und blieb dann still.
Der Knall des Schusses zerriss die Luft. Jim, der immer noch hinter dem Lauf schaute, sah das gesamte Bett durch den Treffer erschüttert werden. Ein kleines, schwarzes, blutleeres Loch öffnete sich in der Stirn des Mannes. Doch dahinter nahm das hohle Zeichen Verstand und Knochen und ergoss sie auf das Kissen...
Hersteller
- Autor
- John Steinbeck
- Verleger
- Grammata
- Ursprünglicher Titel
- Das lange Tal
- Verlage
- Buchstaben
- Typ
- Klassische Literatur, Prosa
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 269
- Veröffentlichungsdatum
- 1981
- Abmessungen
- 12x21 cm
- ISBN-13
- 9789603292852
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